7 Tipps Für Eine Gesunde & Vegane Ernährungsumstellung

Warum?
Mittlerweile ist es ziemlich bekannt, dass Tiere und Umwelt massiv darunter leiden, wenn wir billige Produkte von der Fleisch-, Eier- und Milchindustrie, die durch die Massentierhaltung entstanden sind, gedankenlos und ohne Ende konsumieren.
Seitdem ich die Dokumentation “Earhtlings”, die von Massentierhaltung handelt, geschaut habe, haben sich diese grauenvollen Bilder so sehr in mein Gehirn eingebrannt, dass ich sie nicht mehr loswerde.
Ich möchte für die namen- und stimmlosen Tiere protestieren, indem ich den Konsum von diesen Produkten verweigere.
Aber ich habe auch gesundheitliche Gründe, denn diese Ernährungsumstellung soll auch auf eine gesunde und bewusste Ernährung abzielen, so dass ich mehr Gemüse, Früchte, Nüsse und vollwertige Lebensmittel zu mir nehmen möchte.
Falls ihr nach Ernährungstipps sucht, wie man schnellstmöglich abnehmen kann, werdet ihr die hier nicht finden, denn ich will mich nicht auf eine Fett- und Kalorienreduktion fokusieren, sondern auf eine ausgewogene Vitamin- und Mineralienzufuhr.
Und da ich schon immer ziemlich faul war, was kochen und backen angeht, will ich gleichzeitig neue Rezepte ausprobieren, denn meine Kochkünste lassen leider zu wünschen übrig, so dass ich meist zu Gerichten zurückgreife, die ich seit Jahren zubereite.

Meine Vorgeschichte:
Witzigerweise fing es mit meiner Haut an, mit der ich in meinen Jugend überaus unzufrieden war. Damals suchte ich nach einer Lösung für meine Hautunreinheiten und ich stieß im Internet auf einen Artikel, der aussagte, dass Milchprodukte Pickel verursachen könnten, weil in der Milch viele Hormone sind. Also fing es damit an, dass ich mit 16 allmählich aufhörte Milch zu trinken.
Mit der Zeit informierte ich mich immer mehr über dieses Thema, so dass ich mir unzählige Dokumentationen ansah und beim Anblick der gequälten Tiere mit 19 schließlich vegan wurde. Leider stoß ich in der Zeit auf eine Person (oder besser gesagt auf eine Bewegung, die viele unterstützten), die in der veganen Szene sehr bekannt ist, und in ihren Youtube-Videos die Nachricht verbreitete, dass man nur 5 % Fett täglich essen dürfe und andere komplett ungesunde Ratschläge. Da ich leider noch ziemlich naiv war, befolgte ich ihren Ratschlag, wodurch meine Ernährung sehr unausgewogen wurde: Ich aß fast nur Bananensmoothies, Früchtereis mit ganz viel Kokosnusszucker und abends 1 kg Süßkartoffeln!
Die Folgen waren, dass ich stets einen Blähbauch hatte, da ich viel zu große Portionen aß, meine Finger an der rechten Hand extrem anschwollen und rot aussahen und meine Akne ebenfalls schlimmer wurde.
Als ich schließlich wieder mehr gesunde Fett zu mir nahm, wurden meine Finger wieder normal. Bis heute bin ich mir nicht sicher, was hinter dem Anschwellen meiner Finger steckt (eventuell Arthrose?). Aber daraus konnte ich eins definitiv lernen: Erstmal Fakten checken, bevor man eine bestimmte Ernährung ausprobieren möchte.
Mit 19 folgte ein Work & Travel Jahr in Australien, wo Ernährung zur Nebensache wurde, was ich ebenso an meiner Gesundheit merkte: Ich war ständig schlapp und müde, so dass ich mich oft energielos fühlte.
Nach meiner Rückkehr nahm ich mir vor, mich wieder mehr mit meiner Ernährung zu beschäftigen und mich gesünder zu ernähren, weil ich mich, wie bereits beschrieben, nicht allzu gesund fühlte. Zur Müdigkeit gesellten sich andere Probleme, wie Akne, Magenprobleme, brüchige Nägel usw.
Schließlich ging ich zu einer Naturheilpraktikerin, die mir auferlegte mich komplett zuckerfrei und kalorienreduziert für einen Monat zu ernähren. Dies schaffte ich auch, aber anschließend ging alles seinen gewohnten Gang und ich merkte keine allzu großen Veränderungen, aber das war vermutlich wegen der kurzen Zeit.
Daraufhin passierte nicht mehr allzu viel mit meiner Ernährung, denn meine Faulheit und mein Verlangen nach Süßigkeiten und Fast Food siegte. Aber da meine Beschwerden, besonders die Müdigkeit, immer noch da sind, ist es wirklich an der Zeit, dass ich etwas ändern muss. In den vergangenen Jahren habe ich kaum Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und andere naturbelassene Lebensmittel gegessen, so dass ich wohl kaum meinen Vitamin- und Mineralienbedarf decken konnte.

Hier sind meine besten Tipps für eine gesunde und vegane Ernährungsumstellung:


– Koreanisches Bibimpab –

1. Rezepte auf Pinterest sammeln
Pinterest ist eine tolle Website, um Inspiration zu allen möglichen Themen zu finden.
Hier ist ein Link zu meiner Pinnwand ‘Vegane Ernährungsumstellung’, wo ihr viele Rezepte finden werdet.
In meiner anderen Pinnwand ‘Vegane Rezepte ‘To-Go’ habe ich schnelle und einfache Rezepte gesammelt, die nicht viel Zeit beanspruchen und die man im Glas oder in anderen Aufbewahrungsbehälter mitnehmen kann. Perfekt für alle, die es nicht mögen lange in der Küche zu stehen und ständig unterwegs sind.

2. Informationen sammeln über Vitamine und Mineralien
Zu jeder Ernährungsumstellung sollte dazu gehören, dass man sich darüber informiert, was eine ausgewogene und gesunde Ernährung eigentlich ausmacht und wie man seinen Vitamin- und Mineralienbedarf decken kann.
Hier sind einige Internetseiten, wo ihr Infos darüber findet, welche Vitamine und Mineralien in welchen Lebensmitteln stecken:
Vegan ist eine Mangelernährung? So deckst du deinen Nährstoffbedarf – Ein toller Blogeintrag, der die wichtigsten Infos darüber abdeckt.
Jan und Laura von Semperveganis folge ich bereits seit Jahren und ich finde ihre Blogartikel stets ausführlich und informierend, da sie beide Orthrophologie studieren und sich daher gut mit dem Thema Ernährung auskennen. Im Beitrag ‘Veganer Nährstoffmangel: Märchen oder Realität? – Nährstoffe im Überblick’ klären sie undogmatisch auf, wie man als Veganer seinen Vitamin- und Mineralienbedarf decken kann.
Umso mehr ihr über dieses Thema lest und viele verschiedene Quellen nutzt, desto sicherer könnt ihr sein, dass ihr genug seriöse Informationen sammelt, die euch weiterbringen. Nicht jeder, der im Internet Ernährungsratschläge preisgibt, ist dahingehend geschult und eine professionell aussehende Webseite macht einen noch lange nicht zu einem Ernährungsberater.

3. Veganen Bloggern folgen
Um sich Inspiration über Rezepte und den veganen Lifestyle zu holen, ist es inspirierend veganen Bloggern zu folgen. Jedes Mal, wenn ich neue Blogeinträge über vegane Ernährung lese und tolle Bilder zu gesunden Rezepten sehe, würde ich am Liebsten aufspringen und sogleich die Rezepte nachkochen.
Meine Lieblingsblogs:
Mari Linni – Ein veganer Food- und Lifestyle-Blog mit vielen tollen Rezepten (Probiert unbedingt das Schoko-Maca-Mandel-Oatmeal!)
Vegan Heaven – Auf ihrem Blog findet man viele selbst kreierte vegane Rezepte und Einträge über “Vegan auf Reisen”
Sheloveseating – Neben vielen leckeren Rezepten, schreibt sie über inspirierende Themen, die zu einem bewussteren Leben anregen
Francescamyer– Sie schreibt über zahlreiche Themen: Vegane Rezepte, Reisen, Fitness, Gesundheit, Fotografie.. und wenn man einmal auf ihrer Seite landet, kann man gar nicht damit aufhören durch ihre interessanten Beiträge zu klicken


Spagetti Bolognese mit frischem Gemüse

4. Einen groben Ernährungsplan erstellen
Dies ist für mich besonders hilfreich, da ich oft ratlos in der Küche oder im Supermarkt stehe und keinen Plan habe, was ich denn kochen bzw. kaufen soll, denn ich bin wohl der unkreativste Mensch, wenn es ums Kochen oder Backen geht.
Ein Ernährungsplan, wie z.B. dieser hier, den man ausdrucken und mit tollen Rezeptideen füllen kann, ist dabei super praktisch, da man direkt einen Überblick hat, was man als nächstes zubereiten könnte.

5. Meal Prep
Da ich morgens kaum Zeit habe, aber dennoch etwas gesundes zum Essen mitnehmen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig als es im Voraus vorzubereiten.
Tolle Rezeptideen für Meal Preps kann man z.B. auf Youtube finden:
Meal Prep For The Week For §20 – Cheap Lazy Vegan
Vegan Meal Prep For The Week (In 1 Hour) – Liv B
Easy Vegan Meal Prep in Under 1 Hour! (Breakfast/Lunch/Dinner) – Caitlin Soemaker
MEAL PREP  & Minimize time in the kitchen – Pick up Limes

6. Gleichgesinnte kennenlernen
Ich bin letztens durch Zufall auf eine vegane Gruppe in Facebook gestoßen, die ziemlich aktiv ist und viele Gruppenmitglieder hat. Der habe ich mich sogleich angeschlossen und daraufhin festgestellt, dass regelmäßig Treffen stattfinden. Z.B. veganer Kuchenverkauf, Pottluck Dinner usw. Das ist eine tolle Möglichkeit, um Leute kennenzulernen, die die gleichen Werte und Interessen haben. Dadurch fällt es einem viel leichter am Ball zu bleiben, wenn man Gleichgesinnte hat, die einem den Rücken stärken können.
Hier habe ich einige Gruppen aus NRW aufgelistet. Aber ich denke mal, dass man in jeder größeren Stadt in Deutschland vegane Facebookgruppen finden kann.
Vegan in Aachen
Köln Vegan
Düsseldorf Vegan
Dortmund Vegan
Veganer Stammtisch Mönchengladbach

7. Glaubt nicht jedem ‘Ernährungsberater’, dem ihr im Internet begegnet!
Ich hatte ja bereits erwähnt, wie ich auf gewisse Personen reingefallen bin, die mir ihre Ernährungsweise als die einzig wahre Ernährung verkaufen wollten.. (und damit ihren Gewinn durch E-Book Verkäufe steigern wollten). Also informiert euch gründlich über Ernährung und benutzt hierfür verschiedene Quellen, um einen großen Überblick zu bekommen. Denn häufig ist es so, dass viele durch ihre ‘Ratschläge’ irgendwelche Produkte verkaufen wollen. Daher ist es wichtig darauf zu achten, ob ‘Ernährungstipps’ mit verlässlichen Quellen untermauert sind.


Linseneintopf

Bald kommen mehr Blogeinträge zum Thema ‘Vegane Ernährungsumstellung’: Meine Lieblingsrezepte, Tipps für einen günstigen Wocheneinkauf und mehr.

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