Festgefahren

 – Wie wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können –

Ich lege mein Handy auf meinen Nachtisch und wieder beschleicht mich dieses Gefühl. Eiskalt kriecht es mir den Rücken hoch und ich erkenne, dass ich heute wie immer nicht meine Ziele erreicht habe.
Nur ein Bruchteil von dem, was ich mir vorgenommen habe, habe ich tatsächlich umgesetzt. Aber zumindest habe ich mir heute ein wenig Gedanken darüber gemacht, was ich heute erledigen wollte.
Seufzend rolle ich mich zur Seite und verfluche meine nicht vorhandene Disziplin und meine Trägheit. Mein Blick gleitet zu meinem Handy und da liegt der nächste Schuldige. Stundenlang habe ich mal wieder sinnlos durch meinen Feed durchgescrollt. Mit all der verlorene Zeit hätte ich wohl schon 10 Bücher schreiben können.
Oder eben die wichtigsten Tätigkeiten für den Tag, die mich meinem Ziel ein Stückchen näher bringen würden.
Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat wiederholt sich dieses Schema und ich fühle mich komplett festgefahren in dieser unproduktiven Alltagsroutine.

Ich habe das Gefühl, als würde ich mein Leben verschwenden.

Ich bin mir sicher, dass es vielen Menschen so geht, denn es ist verdammt schwer alte Gewohnheiten loszuwerden. Obwohl mir seit langer Zeit bewusst ist, dass ich mich mit bestimmten Verhaltensweisen selbst sabotiere, kommt der Wille zur Veränderung nur langsam. Aber allmählich unternehme ich die notwendigen Schritte, die mir dabei helfen meine Selbstsabotage zu erkennen.

Dabei motiviert es mich am Meisten, wenn ich mir vorstelle, wie ich in 10 Jahre zurückschaue und darüber nachdenke mit welchem Unsinn ich meine wertvolle Zeit vergeudet habe. Ich würde sicherlich traurig den Kopf schütteln und mich fragen, warum ich meine Zeit nicht in sinnvollere Tätigkeiten investiert habe. Ich hätte mehr unternehmen, mehr umsetzen, mehr leben können… anstatt hirnlos irgendwo rumzuhängen und wie ein Zombie durch das Internet zu scrollen.

Aber zum Glück haben wir unser Leben selbst in der Hand, können das Steuer herumreißen und uns wieder auf die richtige Spur bringen. Falls wir uns dessen bewusst sind, wie wir uns täglich selbst sabotieren.

Aus diesem Grund sollten wir uns jeden Morgen diese Fragen stellen:
– Welche Schritte kann ich heute unternehmen, damit ich zufriedener ins Bett gehe?
– Welche nutzlosen Tätigkeiten bringen mich nicht weiter?
– Was zieht mich an meiner Alltagsroutine am Meisten runter?
– Welche Ziele möchte ich heute erreichen?
– Wie sehen meine Prioritäten für den heutigen Tag aus?
– ….
Am Besten ist es, wenn man sich zu jeder Frage 3-5 spontane Antworten überlegt über die man nicht lange nachdenkt. Wenn man dies einige Tage wiederholt und am Ende alle Antworten durchliest, wird einem ein bestimmtes Muster auffallen, das mehr Bewusstsein schafft.

Indem wir uns bewusst Gedanken darüber machen, was wir eigentlich erreichen wollen, können wir demzufolge sehen, was uns im Alltag behindert und uns unseren Zielen nicht näher bringt. Dadurch können wir besser aus der unproduktiven Routine, die uns mehr runterzieht als vorwärtsbringt, herausfinden.

Hier habe ich einen anderen Blogeintrag verlinkt, in dem ich über 5 Ideen für ein zufriedenes und produktives Leben schreibe

Für mich bedeutet das konkret, dass meine Soziale-Medien-Nutzung schnell außer Kontrolle geraten kann, wenn ich nicht darauf achte. Daher muss ich einplanen, wann genau und wie lange ich mich hinsetzen und z.B. durch meinen Instagram-Feed scrollen will. Sonst passiert es leicht, dass ich auf einmal über eine Stunde damit beschäftigt bin, anstatt meiner Arbeit nachzugehen.
Und auch ist es für mich ausschlaggebend mir Prioritäten für den Tag zu setzen, weil ich sonst nicht im Blick habe, welche Aufgaben wichtiger sind und zuerst erledigt werden müssen. Wenn ich keinen Gedanken daran verschwende, kann es vorkommen, dass ich die unnötigsten Sachen erledige und mir kurz vorm Schlafengehen einfällt.. ach, ich hätte doch für die Prüfung lernen müssen, die morgen ansteht.

Und was sind deine größten Alltagssabotagen?

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