6 Schritte, um mehr Disziplin zu erlangen

Wer kennt es nicht… eigentlich wollte man 3 Stunden diszipliniert lernen, aber aus irgendeinem Grund klappt es nicht. Ständig start man aufs Handy, unterbricht sich selbst, weil man noch was Essen möchte und am Ende hat man das Gefühl nichts geschafft zu haben. Oder man fängt gar nicht erst an, weil es so furchtbar langweilig ist.

Lange Zeit hatte ich damit ernorme Schwierigkeiten und oft kommt es zurück: Undiszipliniertheit. Oder auch: Der innere Schweinehund siegt.
Ich habe selbst gespürt, wie frustierend es ist, wenn man sich einfach nicht zusammenreißen kann. Wenn man einfach jedes Mal nachgibt, weil der innere Schweinehund wieder gerufen hat.

Ich musste dadurch lernen, dass man am Ende noch unglücklicher ist, weil man weiß, dass die anstehende Arbeit sich nur verzögert. Man muss sie immer noch erledigen und nichts hat sich daran geändert. Dieses Gefühl ist um einiges schlimmer, als wenn man die Zähne zusammen gebissen und sich einfach an die Arbeit gemacht hätte.

Mit und mit habe ich ein paar Strategien entwickelt, damit es mir leichter gelingt diszipliniert am Ball zu bleiben. Denn diszipliniert zu sein bedeutet lediglich, dass man sein Verhalten auf längere Sicht kontrollieren kann, damit man am Ende sein Ziel erreicht.
Disziplin ist um einiges wichtiger als Motivation, denn Motivation ist ein vergängliches Gefühl wohingegen eine trainierte Disziplin bestand hat und man es immer anwenden kann.

1. Sich auf Ziele fokussieren
Es ist zunächst einmal enorm wichtig, dass man überhaupt weiß, warum man überhaupt Disziplin erlernen möchte. Möchte man seine Lebensträume umsetzen oder macht man es, weil andere es von einem verlangen?
Wenn man weiß, welche tollen Ziele man am Ende vor sich hat, fällt es einem leichter diszipliniert zu bleiben. Aber wenn man es hingegen für andere macht, wird man von vornerein nicht viel Willenskraft aufbringen können.
Daher ist es sinnvoll sich darüber klar zu werden, was man selbst damit erreichen möchte.
Dazu gibt es eine gute Übung, die darin besteht, dass man sein „ideales Traumleben“ auf ein Blatt Papier aufschreibt. Man kann ruhig ausschweifen und alles in den herrlichsten Farben ausmalen. Und nun kann man damit Ziele ableiten, die man in seinem Alltag umsetzen kann. Am Besten ist es, wenn man die einzelnen Ziele so konkret wie möglich aufschreibt und sie in drei Kategorien aufteilt: Kurzfristig (bis zu 12 Monate), mittelfristig (bis zu 5 Jahre) und langfristig (bis zu 10 Jahre).
Dadurch hat man schon mal einen guten Wegweiser, um die nötige Willenskraft aufzubauen.

2. Den inneren Schweinehund in kleinen Schritten bezwingen
Wenn man nun seine Ziele aufgeschrieben hat, kommt es einem ziemlich gewaltig vor und man fragt sich, wie man jemals dahin kommen sollte. Und *puff*, da war die Disziplin schon weg und man greift zur nächsten Chipstüte und legt sich aufs… Halt! Nicht so schnell.
Da die eigenen Ziele am Anfang angsteinflößend erscheinen, ist es wichtig sich kleinere Zwischenziele zu überlegen.
Wenn man zum Beispiel seine Ernährung umstellen möchte, wäre es sinnvoll, wenn man sich folgende Ziele zunächst aufschreibt:
1. Sich über Ernährung informieren
2. Anhand der Informationen einen Ernährungsplan erstellen
3. Lebensmittel kaufen
4. Einen Tag pro Woche gesund kochen
5. Drei Tage pro Woche gesund kochen und so weiter

3. Erfolge feiern
Es ist wohl ein langer, steiniger Weg bis man wirklich eine eiserne Disziplin vorweisen kann, aber es wird sich defintiv lohnen. Daher sollte man sich am Anfang nicht zu viel vornehmen und nicht zu viel von sich selbst verlangen, denn wenn man zu viel Druck aufbaut, geht es meistens nach hinten los.
Wie jede andere Fähigkeit muss man auch diese trainieren. Dazu kann man ein kleines Erfolgstagebuch führen und sich alle kleinen und großen Erfolge aufschreiben, damit nochmal durchblättern kann, wenn man ein Tief hat.

4. Die fünf Sekunden Regel
Als ich das Video „The Secret to Self-Motivation“ sah, war ich zunächst verblüfft, dass so ein einfacher Trick tatsächlich klappt. Mel Robbins erklärt in diesem Video, dass sie sich mithilfe dieser Regel aus einem absoluten Tief retten konnte. Dieser Trick besteht darin, dass man ab 5 runterzählt… 5..4..3..2..1.. und dann einfach mit der Tätigkeit anfängt, ohne vorher darüber nachzudenken.
Das habe ich morgens ausprobiert, als mein Wecker klingelte und ich wie immer nicht wirklich aufstehen wollte, weil ich noch unglaublich müde war. Ich zählte langsam bis 1 runter und schwupps, stand ich auf einmal neben dem Bett. Jedes Mal wenn ich diesen Trick morgens anwende, bin ich so schnell aus dem Bett, wie sonst nie.

5. Sich Belohnungen gönnen
Bevor man anfängt sich an die Arbeit zu machen, um seinem Ziel ein Stück näher zu kommen, sollte man sich überlegen, welche Belohnung man sich selbst gönnen könnte.
Vor kurzem habe ich vier wichtige Abschlussprüfungen geschrieben und nach jeder abgeschlossenen Prüfung bin ich in die Stadt gefahren und habe mir ein Buch, Süßigkeiten oder dergleichen gekauft.
Dadurch koppelt man einen unangenehmen Reiz (Prüfung) mit einer angenehmen Belohnung, so dass man sich selbst darauf konditioniert denn unangenehmen Reiz nicht mehr als allzu schlimm zu empfinden, denn am Ende wartet eine Belohnung.

6. Ablenkungen ausschalten
Zuerst sollte man herausfinden, was die größten Ablenkungen für einen selbst darstellen, die einen von der bevorstehenden Aufgabe abhalten.
Für mich ist dies ganz eindeutig mein Handy, weil ich ständig auf Social Media unterwegs bin und ich nur schwer die Finger davon lassen kann. Hier habe ich über die unterschätzten Gefahren von Social Media einen Blogeintrag geschrieben.
Und mich lenkt es enorm ab, wenn Leute um mich herumschwirren und irgendwas von mir wollen. Deswegen ziehe ich mich gerne in ein Zimmer zurück, in dem ich allein sein kann, sage jedem, dass ich für eine gewisse Zeit nicht gestört werden möchte und lege mir alles bereit, was ich brauche. Mein Handy schalte ich vorher natürlich aus und lege es dahin, wo ich es nicht sehen kann.

Ich hoffe, dass meine 6 Tipps hilfreich waren und du diese in deinem Alltag integrieren kannst, damit du Schritt für Schritt mehr Disziplin aufbauen kannst.

 

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Social Media – Unterschätzte Gefahr?

Ein Leben ohne Soziale Medien… ist das überhaupt noch möglich? Ist so ein Leben noch lebenswert? Und was macht man mit den 3 Stunden, die man durchschnittlich für das durchscrollen von sozialen Netzwerken genutzt hätte?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich Jan Rein in seinen Podcast-Folgen „Bewusst online sein„. Ich finde seinen Podcast, der unter anderem davon handelt, dass er ein ganzes Jahr auf Social-Media Entzug ist, sehr inspirierend. Das hat mich dazu angeregt, mir endlich mehr Gedanken über meinen eigenen Medienkonsum zu machen und was dies eigentlich alles auslösen kann.

Ich habe mir lange Zeit nicht bewusst Gedanken darüber gemacht, dass es auch schädlich sein kann, wenn man in sozialen Netzwerken oder generell im Internet zu viel Zeit verbringt. Ich hatte nicht wirklich Lust mein Konsumverhalten zu überdenken, weil der Reiz danach viel stärker war.

Ich würde sogar sagen, dass ich süchtig danach bin, denn ich kann nicht mal einen Tag ohne soziale Netzwerke auskommen! Es wurde bereits herausgefunden, dass die stimulierenden Reize süchtig machen können, denn jedes Mal, wenn eine neue Nachricht oder Pop-Up auf dem Display zu sehen ist, wird das Glückshormon Dopamin im Gehirn ausgeschüttet und davon will man automatisch mehr haben.

Kontrollierst du dein Handy oder kontrolliert dein Handy dich?

Aber schon als Jugendliche fing es damit an, dass ich übermäßig viel Zeit im Internet verbrachte, sodass ich in meiner Freizeit sehr häufig bis zu 10 Stunden vor dem PC saß!
Wenn man mit so einem schlechten Konsumverhalten aufwächst, ist es nur logisch, dass es sich bei mir später fortsetzte und zwar mit den sozialen Netzwerken.
Ich bin mir sicher (hoffentlich), dass die Meisten soziale Netzwerke nicht so exzessiv nutzen, aber dennoch sind drei Stunden, die der Durchschnitt mit sozialen Medien verbringt, sehr viel.

Wenn man sogenannten „Influencern“, Beauty-Gurus und wie sie nicht alle heißen auf diversen Plattformen folgt, sieht man ununterbrochen die schönen, perfekten und aufgestylten Highlights ihres Lebens. Ich denke mal, dass mittlerweile jeder davon gelesen hat, dass es nun mal nur „Highlights“ sind. Aber ich finde, obwohl man sich dessen bewusst sein mag, verfällt man dennoch diesem Glanz. Man vergleicht sich im Unterbewusstsein automatisch mit ihnen und zurück bleibt ein stumpfes Gefühl der Unterlegenheit und Minderwertig.

Gleichzeitig sieht man die Schönheitsideale, Werte und Lebensziele anderer Menschen und mit und mit beginnt man dies zu verinnerlichen. Damit habe ich definitiv schon Erfahrung gemacht, denn es hat mich enorm beeinflusst all die durchtrainierten Frauen auf Instagram zu sehen. Auf einmal wollte ich auch dazugehören, meldete mich in einem Fitnessstudio an und trainierte was das Zeug hielt. Nur leider trainierte ich so hart, dass ich in einem Jahr so oft krank wurde wie noch nie zuvor, da ich mich immer überanstrengte ohne dies zu bemerken. Obwohl ich den Ratschlag der Instagramer beherzigte und zwar so hart und ausdauernd zu trainieren wie ich konnte. Die müssen es doch schließlich wissen oder? (SpoilerAlert: Nein, leider nicht, da die Meisten keine ausgebildeten Fitnesstrainer oder Ernährungsberater sind)

Es klingt zwar total lustig und ein wenig übertrieben, aber leider war es nicht mehr so witzig, als ich wochenlang krank im Bett lag. Daraus konnte ich eindeutig lernen, dass man nicht einfach irgendwelchen Leuten auf Instagram oder auf anderen Plattformen direkt Glauben schenken sollte. (Hier könnt ihr außerdem nachlesen, wie ich vom Internet sehr negativ in meinem Essverhalten beeinflusst wurde.) Und im Endeffekt hat mir das Training überhaupt nichts gebracht, da mein Körper durch die Überforderung und falsches Essverhalten, keine Muskeln aufbauen konnte.

Dies konnte ich so ähnlich an einer bekannten Influencerin beobachten, die sich einer Schönheits-OP (Brazilian Butt Lift) unterzog, da sie ständig auf Social Media dieses Schönheitsideal sah und sich daraufhin komplett minderwertig fühlte. In ihrem Video redet sie davon, wie sehr es sie beeinflusst hat, all die Frauen mit ihrer dünnen Taille und einem ‚juicy booty‘ (wie sie es nennt) zu sehen. Dem fügt sie an, dass es normalerweise nicht üblich ist eine besonders dünne Taille, aber dennoch einen ‚großen Booty‘ zu besitzen, denn von Natur aus haben dies nur die wenigsten Frauen. Aus diesem Grund würden viele berühmte Instagramer mit einer Schönheits-OP nachhelfen.

Zudem ist es eine enorme Zeitverschwendung. Ich greife ständig automatisch nach meinem Handy, obwohl ich viel wichtigere Dinge machen müsste. Aber ich sag mir: „Ach, nur eine kurze Pause“, obwohl schließlich eine Stunde draus wird und sich die Arbeit noch mehr anhäuft.
Und wenn man ständig seine Zeit damit verschwendet, wie man anderen zu schaut, wie sie ihr Leben leben, verpasst man demzufolge sein eigenes Leben. Wenn man drei Stunden täglich auf Social Media unterwegs ist, nutzt man nicht die Chance im eigenen Leben etwas zu erleben.
Das ist überspitzt gesagt, aber auf mich trifft das auf alle Fälle zu.

Und was mir seit längerer Zeit auf den Keks geht, ist die andauernde Schleichwerbung, der man ausgesetzt ist. Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn Instagramer Produkte vermarkten, da viele es als Beruf ausüben und sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber ich finde es nicht mehr so toll, wenn nur Produkte angepriesen werden, wohinter Tierversuche stecken und die allgemein schädlich für die Umwelt und Menschen sind.

Leider vermarkten die meisten erfolgreichen Accounts solche Produkte und all die jüngeren Mädchen, die ihnen folgen, rennen sehr wahrscheinlich direkt in den nächsten Laden, um sich das tolle, pfirsichduftende Shampoo, die angesagte Jeans oder das neue pinke, glitzernde Rouge zu kaufen, wofür billige Arbeitskräfte aus Bangladesch und etliche Mäuse und Ratten leiden mussten. Und dann bleibt das Produkt in der nächsten Ecke liegen, da es doch nicht so gut war, wie es auf Instagram angepriesen wurde und es landet mit dem restlichen Pröll in der Tonne. Und der ganze Plastikabfall landet wiederum in den Weltmeeren, wo es von Meereslebewesen versehentlich gegessen wird. Und was landet auf den Tellern der Beauty-Gurus? Ein Thunfischfilet voll mit Mikroplastik. Der Kreislauf des Konsums.

Da es also viel wichtigere Themen gibt für die man sich begeistern kann anstatt der Instagram-Welt zu verfallen, gibt es jetzt ein paar Tipps, damit man die Social-Media Sucht wieder loswird.

1.Feste Handy-Zeiten einplanen.
Damit man sein Handy nicht als Pause benutzt, sondern nur wenn man tatsächlich eine Pause einlegen sollte, ist es sinnvoll dies vorher zu planen. Man könnte sich vornehmen, dass man das Handy erst eine Stunde nach dem Aufstehen anmacht, damit man in Ruhe frühstücken kann ohne dabei ständig auf das Display zu starren. Und wenn man eine Pause einlegt, könnte man sich auf eine begrenzte Zeit festlegen. Also nur 20 Minuten auf Facebook, Instagram und co scrollen, anstatt sich eine komplette Stunde darin zu verlieren. Und 1-2 Stunden bevor man schlafen geht, sollte man ohnehin alle Geräte ausschalten, denn das blaue Licht, dass vom Handy und Fernsehen ausgestrahlt wird, hält uns künstlich wach. Durch das blaue Licht wird dem Gehirn signalisiert, dass es noch helllichter Tag ist und die Ausschüttung des einschläfernden Hormons Melatonin sinkt, wodurch der Körper im wachen Zustand bleibt.

2. Entfolgen
Lange Zeit bin ich etlichen Menschen auf Instagram gefolgt. Schauspieler, berühmte Influencer, Models und so weiter. Und jedes Mal wenn ich die App nach der Benutzung schloss, war ich danach schlechter drauf als vorher, denn ich fühlte mich überhaupt nicht mehr inspiriert. Ich fragte mich, warum ich nicht auch so ein Leben haben könnte und wie sie es nur hinbekommen so ein ‚perfektes‘ Leben zu führen. Klar, das Meiste sind schöne Highlights, aber man kann sicherlich nicht alles inszenieren.
Daher blieb mir nur eine Lösung: Allen entfolgen, die mich runterzogen! Stattdessen versuchte ich realistische, kreative Accounts zu finden, die mich aufbauten und inspirierten. Ich hatte schließlich nicht mehr das Gefühl jedes Mal in eine perfekte, von Schönheitsidealen besetzte Scheinwelt zu gelangen, sobald ich zum Handy griff.

3. Die gewonnene Zeit sinnvoll nutzen
Wenn man nun mehr Zeit hat, da man die Handynutzung eingeschränkt hat, sollte man anfangen sich neue Hobbys zu suchen. Denn wenn sonst nichts an seinen Lebensstil ändert, kann man die hinterlassene Leere nur füllen, indem man wieder zum Handy greift.
Früher habe ich richtig viel und gerne gelesen, aber als meine Zeit am Smartphone überhand nahm, ließ das Lesen allmählich nach und ich las über ein Jahr fast gar nichts mehr. Seit ein paar Monaten habe ich mein altes Hobby wieder aufgenommen und es fühlt sich richtig gut an, einfach nur mal in ein Buch zu versinken und in eine andere Welt einzutauchen.

4. Social Media Apps blockieren
Ich habe mir vor Kurzem die App ‚Selfcontrol‘ runtergeladen, die mich daran hindert meine geliebten Apps zu nutzen, damit ich disziplinierter an meiner Arbeit bleiben kann. Dabei kann ich angeben, wie lange die App gesperrt sein soll und ich kann festlegen, wie lange ich bestimmte Apps insgesamt am Tag benutzen möchte. Man kann zwar jeder Zeit die Sperre aufheben, aber jedes Mal wenn ich auf eine App tippe, kommt der Hinweis, dass es bis zu einer gewissen Uhrzeit blockiert ist. Das erinnert mich jedes Mal daran, dass ich mich zusammen reißen sollte, da es noch 1000 wichtigere Dinge gibt, mit denen man sich beschäftigen kann.

Ein Leben ohne Social Media kann man sich in der heutigen Welt nicht mehr vorstellen. Aber es liegt an uns, diese Netzwerke sinnvoll zu nutzen, so dass es nützlich, statt schädlich wird.

(Quellenangaben: 3 Stunden Social Media am TagAusschüttung des GlückshormonsSchönheits-OP aufgrund von Instagram; blaues Licht hat Einfluss auf unseren Schlaf)

 

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Work & Travel in Australien – 6 Fehler, die man vermeiden sollte

Als ich 19 Jahre alt war, startete ich alleine in mein Work & Travel Abenteuer in Australien, welches 14 Monate andauerte! Vor meiner Reise hatte ich noch absolut keine Ahnung, wie sehr mich diese Reise verändern und was ich alles erleben würde.
Aus diesem Grund habe ich natürlich während der Planung, die ich selbst organisierte und schließlich während der Reise, so einiges falsch gemacht.

Bald werde ich meinen zweiten Work & Travel Aufenthalt in Neuseeland antreten, aber dieses Mal werde ich auf keinen Fall die gleichen Fehler machen, die ich damals begangen habe.
Zwar konnte ich einiges aus meinen Fehlern lernen, aber mehr als 1x muss es dann doch nicht sein.

Ich hoffe, dass euch meine Fehler inspirieren und zum Nachdenken anregen!

Melbourne – Australien

1.Unnötige Sachen kaufen, die ich nicht brauche
Vor meiner Reise nutzte ich einige Internetseiten, die mir super bei der Planung halfen. Aber leider gewann ich dadurch den Eindruck, dass ich unbedingt einen typischen Backpacker-Rucksack und Wanderstiefel benötigen würde, obwohl ich nicht vorhatte in Australien eine längere Zeit wandern zu gehen.
Da ich die Meiste Zeit in Städten verbrachte und mich mit dem Bus, Flugzeug und Auto fortbewegte, wäre mir ein Koffer 1000x lieber gewesen. Stattdessen musste ich mit meinem schweren Rucksack auf den Schultern umher wandern. Am Anfang war es noch kein Problem, weil der Rucksack grade einmal 9 kg wog, aber mit und mit häufte sich immer mehr an. Besonders, wenn ich eine Zeit lang am gleichen Ort blieb.
Ich habe diesen Rucksack besonders verflucht, als ich mit 20 kg auf den Schultern im tropischen Wetter bei fast 40 Grad rumgehen musste.
Und die Wanderstiefel landeten schließlich nach 4 Monaten im Secondhand-Laden, da sie im Rucksack zu viel Platz wegnahmen, zu warm waren und ich sie nicht brauchte, da ich nicht vorhatte im Himalaya zu wandern.
Schließlich zog ich nur noch Flip-Flops an, mit denen ich sogar in einem Nationalpark wandern ging! (Ob das zu empfehlen ist, ist wieder eine andere Sache)
Man sollte sich vorher also gut überlegen, was man während seiner Reise vorhat: Will man viel Zeit in der Natur verbringen oder ist man eher ein Stadtmensch?
Mein Tipp: Weniger ist mehr, denn vor Ort kann man sich alles Nötige kaufen. Falls man sich daher nicht sicher ist, ob man z.B. Wanderstiefel benötigt, sollte man mit dem Kauf warten.

2. Den Rückflug nicht im Voraus buchen
Ich las damals auf vielen Websiten, dass ein Open-Return Ticket ein Must für jedes Work & Travel Jahr wäre. Als ich damals zu einem Reisebüro ging, die die Flüge für mich buchten, fragte ich nach diesem Open-Return Ticket, wovon die Angestellte bislang nichts gehört und deshalb auch nicht im Angebot hatte.
Ich dachte aber, dass man unbedingt einen Rückflug brauchen würde, deshalb buchte ich schließlich einen und sie versicherte mir, dass ich diesen Flug jeder Zeit nach hinten verlegen könnte.
Wenn ihr euch sicher seid, dass ihr ca. ein Jahr bleiben wollt, dann müsst ihr nicht direkt am Anfang einen Rückflug dazu buchen! Dies kann man jeder Zeit im Ausland buchen, wenn man sich wirklich sicher ist, wann man zurückfliegen möchte. Man braucht lediglich einen Nachweis darüber, dass man genug Geld verfügt, um einen Rückflug zu kaufen.
Daher kam es bei mir zu dem Problem, dass ich den Rückflug noch lange nicht antreten wollte, so dass ich ihn für ca. 200 € nach hinten verlegte. Dies passierte mir noch einmal, aber beim dritten Mal konnte ich den Flug nicht mehr verschieben, so dass ich ihn canceln musste. Dadurch ging mir eine Menge Geld verloren!
Am Ende entschied ich mich dazu für ein paar Wochen nach Asien zu fliegen, so dass das Rückflugticket nach Deutschland sowieso vollkommen unnötig gewesen wäre. Daher würde ich sagen, dass man auf ein Open-Return Ticket getrost verzichten kann. Es reicht vollkommen aus, den Rückflug 2-3 Monate vor dem geplanten Ende zu buchen, denn Pläne können sich leicht ändern und eventuell möchte man vor seiner Rückreise noch ein anderes Land erkunden.

Tully – Australien

3. Mich mehr für die australische Kultur interessieren
Die gesamte Dauer meines Aufenthalts in Australien verbrachte ich in Hostel, denn für Backpacker ist es die günstigste Art zu übernachten. Aber da meist nur Backpacker diese Übernachtungsmöglichkeit nutzen, hatte ich nicht wirklich die Möglichkeit mit Australiern in Kontakt zu kommen. Und Museen oder Kunstausstellungen besuchte ich fast gar nicht. Ich setzte mich also kaum mit dem Land, mit der Kultur und den Menschen auseinander.
Ich dachte nur, dass die australische Kultur eine Mischung aus der amerikanischen und englischen war… Ein Hang zum Fast Food, sie pflegen englische Traditionen und andere Vorurteile, die ziemlich überzogen waren.
Aber hinter diesem Land steckt so viel mehr als das! Die Geschichte Australiens ist äußerst spannend, der Akzent hört sich toll an und die Kunst ist sicherlich auch sehenswert.
Hätte ich die Chance das Jahr zu wiederholen, würde ich definitiv darauf achten, mehr über die Australier und ihr Land zu erfahren.

4. Die Sprache besser lernen
Mein Englisch hat sich in dieser Zeit enorm verbessert, so dass ich fließend englisch sprechen und alles verstehen konnte, aber dennoch blieb mein Wortschatz sehr klein und ich musste immerzu Dinge umschreiben, weil ich die genauen Worte nicht kannte und die meisten Redewendungen verstand ich auch nicht genau.
Mir passiert es nun oft, dass ich Floskeln und Wörter nachschaue, weil ich die genaue Bedeutung dahinter verstehen möchte und dann fällt mir auf: Ach, ich habe bisher immer gedacht, das würde etwas völlig anderes bedeuten!
Viele Backpacker hatten die gleiche Mentalität und blieben eher unter Landsleuten, so dass sie kaum die Chance hatten ihr Englisch zu verbessern.
Das finde ich besonders schade, weil ich Fremdsprachen liebe und mich gerne wortgewandter ausdrücken möchte.
Bei meiner nächsten Work & Travel Erfahrung werde ich definitiv die Zeit nutzen und mich mit der englischen Sprache besser auseinandersetzen. Vielleicht gelingt es mir am Ende sogar den Akzent zu meistern.

Rottnest Island, Western Australia

5. Kulinarisch experimentieren
Die typische Backpacker Ernährung besteht aus dem Billigsten vom Billigsten. Das habe ich bei den meisten Backpackern erlebt, denn alle wollten für die Reise sparen und nicht unnötig Geld ausgeben.
Und so haben die Meisten sich üblicherweise von weißem Toastbrot mit Marmelade, Instant-Nudeln und alles, was man schnell in die Mikrowelle schieben kann, ernährt. Dass das nicht wirklich gesund sein kann, sollte wohl klar sein. Und ob es wirklich günstiger ist, ist die zweite Frage, denn durch Mangelernährung kann man sich Krankheiten einhandeln und ein Arztbesuch in Australien ist verdammt teuer!
Ich musste für eine Beratung beim Arzt über 400$ bezahlen und der Arzt meinte lediglich zu mir, ich müsse Antibiotika nehmen. Zum Glück hat meine Auslandskrankenversicherung alle Kosten übernommen.
Zwar habe ich mich bei Weitem noch nicht so ungesund ernährt, wie manch anderer (Ich bin einer Person begegnet, die nur Weißbrot mit Marmelade aß!), aber dennoch war meine Ernährung sehr einseitig.
Im Nachhinein stelle ich fest, dass ich gerne mehr Restaurants und Cafés besucht und insgesamt mehr australisches Essen probiert hätte, denn Essen gehört einfach mit zur Reise, wie ich finde! Und jedes Land hat kulinarisch einiges zu Bieten.

6. Die Natur erkunden
Fast mein gesamter Aufenthalt spielte sich in Städten ab und ich verbrachte viel zu wenig Zeit in der Natur. Zum Glück unternahm ich zum Ende meiner Reise noch einen zweiwöchigen Roadtrip und dies war die schönste Zeit meines gesamten Aufenthaltes!
Wir campierten jede Nacht mit unserem Zelt in der freien Natur, kochten draußen (uns flogen Grashüpfer ins Essen, weil sie vom Feuer des Gasherdes angezogen wurden!), wir lagen nachts im australischen Outback auf dem Boden, schauten zu den Sternen empor und fragten uns, was wohl der Sinn des Lebens ist.
Während dieses Trips fühlte ich mich vollkommen lebendig. Es war wie ein Abenteuer, denn wir erlebten unglaubliche tolle Momente. Diesen Roadtrip werde ich niemals in meinem Leben vergessen!
Und dies bringt mich zu der Einsicht, dass ich viel zu wenig Zeit in der Natur verbracht habe. Denn ein Aufenthalt in der Natur ist heilsam, entspannend und bringt uns ein Stück näher zu den einfachen Dingen des Lebens. Es zeigt uns, dass wir nicht viel brauchen, um glücklich zu sein.
Zum Glück werde ich dies in Neuseeland nachholen können und ich freue mich wahnsinnig darauf mit Freunden einen Campervan zu mieten und die herrlichen Nationalparks zu erkunden.

Great Ocean Road
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4 psychologische Tricks, um schwierige Situationen zu meistern

Jeder ist regelmäßig schwierigen Situationen ausgesetzt, die mal mehr, mal weniger stressig sind. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie bringen uns aus der Fassung, können uns runterziehen und in eine schlechte Stimmung versetzen. Das kann sich zu einem Teufelskreis entwickeln, aus dem wir nicht mehr so leicht herauskommen.

So eine schwierige Situation hatte ich vor kurzem. Ich war vollkommen am Boden zerstört und war zunächst komplett fassungslos. Der Grund? Ich hatte 2 Monate zuvor einen Flug gebucht, der mich nach Bulgarien bringen sollte, wo ich 1 Woche meinen Urlaub genießen wollte. Ich freute mich unglaublich auf diesen Urlaub, buchte zusätzlich eine Unterkunft und war fleißig am planen. Aber als ich schließlich am Tag des Abflugs am Flughafen ankam, musste ich feststellen, dass der Flug gestrichen wurde.
Ich blieb auf den Kosten sitzen und hatte absolut keine Chance nach Bulgarien zu kommen.

Ich hätte mit der Situation auf verschiedene Arten umgehen können. Eine Verhaltensweise wäre gewesen, mich damit dekonstruktiv zu befassen. Wir könnten uns von einer stressigen Situation bestimmen und uns von ihr automatisch in schlechte Laune versetzen lassen. Wir ergeben uns passiv dem Schicksal, werden pessimistisch, beschweren uns über diese schlechte Situation und tun absolut nichts dagegen.

Aber soweit sollte es niemals kommen! Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir Bewältigungsstrategien nutzen, die uns helfen, aus einer misslichen Lage zu kommen und uns emotional festigen.

Disclaimer: Diese Tipps werden nicht dafür sorgen, dass man freudestrahlend durch die Gegend springt, als hätte man grade im Lotto gewonnen und dass man unrealistisch optimistisch wird.

1. Was hatte das Ereignis für einen Sinn und was kann ich daraus lernen?
Dieser psychologischer Trick gehört zu den Theorien des Kohärenzgefühls. Sie sagt aus, dass wir uns besser fühlen, wenn wir Gegebenheiten verstehen und aus ihr einen Sinn ziehen können, der uns sogar im Leben weiterbringen kann. Und wir fühlen uns dadurch so, als hätten wir etwas wichtiges lernen können.
Das bedeutet für mich konkret, dass ich daraus gelernt habe, dass man nicht Flüge bei Billig-Airlines buchen sollte (und falls doch, sollte man vorher Bewertungen im Internet lesen!) und das man nicht einmal weit weg fliegen muss, um tolle Orte zu entdecken. Man muss nur etwas kreativ werden und in der nahen Umgebung nach Ausflugmöglichkeiten suchen. Und sinnvoll war es für mich, da ich eine Woche wichtige Sachen, die ich mir seit Monaten vorgenommen hatte, endlich erledigen konnte. Vielleicht mag es für manche sinnlos erscheinen, aber jeder wird in verschiedenen Situationen eine eigene subjektive Sinnhaftigkeit finden.

2. Selbstreflektion – Sich selbst bewusst werden
Meist neigen wir dazu uns selbst negativ zu kritisieren und eine innere Stimme macht uns für alles mögliche runter. Das ist mit der Selbstreflektion definitiv nicht gemeint, denn hierbei geht es darum, sich neutral zu reflektieren.
Dabei kann man sich folgende Fragen stellen:
– Wie gehe ich allgemein mit schwierigen Situationen um? Und hilft mir dieses Verhalten?
– Welche Eigenschaften besitze ich – bin ich eher impulsiv, bin ich leicht gestresst… usw. und wie hilft mir dieses Wissen in stressigen Situationen?
– Welche positiven Eigenschaften besitze ich von denen ich profitieren könnte?
– Welche Bewältigungsstrategien benutze ich bereits und welche könnte ich anwenden?
– usw…
Erst wenn wir mehr über uns selbst wissen, können wir uns besser helfen und uns leichter aus schwierigen Situationen manövrieren.

3. Lösungsorientiertes Denken
Diesen Tipp finde ich verdammt wichtig! Früher war ich alles andere als lösungsorientiert und habe mich stattdessen nur beschwert und mich selbst bemitleidet. Und was bringt das? Genau, leider gar nichts, nur miese Stimmung.
Daher ist es wichtig sich Gedanken darüber zu machen, wie man am Besten das Problem lösen kann und welche Schritte unternommen werden müssen, damit dies gelingt. Am Einfachsten wird es, wenn man sich konkrete Schritte überlegt, die man somit leichter umsetzen kann.

4. Kraft schöpfen
Damit man nicht weiterhin über das Problem nachgrübelt, ist es hilfreich, wenn man sich stattdessen mit anderen Dingen beschäftigt. Ideal wäre es, wenn man wieder Kraft schöpft, indem man sich mit einem Hobby beschäftigt oder verschiedene Entspannungstechniken, wie z.B. autogenes Training, Yoga, Meditation und vieles weitere, testet.
Für mich ist es besonders hilfreich, wenn ich ein psychologisches Selbsthilfebuch lese, Kraftsport betreibe (dafür muss man nicht mal im Fitnessstudio angemeldet sein), mit nahestehenden Menschen darüber rede, mein Bullet Journal verwende (Blogeintrag darüber wird noch folgen) und in der Natur spazieren gehe.


Sobald man versucht die eigenen Denkmuster und den Umgang mit einer schwierigen Situation aktiv zu ändern und zu gestalten, fühlt man sich gleich ein Stückchen besser. Ich hoffe, dass diese Tricks hilfreich waren und zum Nachdenken anregen konnten! Viel Erfolg bei der Umsetzung. 🙂

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Festgefahren

 – Wie wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können –

Ich lege mein Handy auf meinen Nachtisch und wieder beschleicht mich dieses Gefühl. Eiskalt kriecht es mir den Rücken hoch und ich erkenne, dass ich heute wie immer nicht meine Ziele erreicht habe.
Nur ein Bruchteil von dem, was ich mir vorgenommen habe, habe ich tatsächlich umgesetzt. Aber zumindest habe ich mir heute ein wenig Gedanken darüber gemacht, was ich heute erledigen wollte.
Seufzend rolle ich mich zur Seite und verfluche meine nicht vorhandene Disziplin und meine Trägheit. Mein Blick gleitet zu meinem Handy und da liegt der nächste Schuldige. Stundenlang habe ich mal wieder sinnlos durch meinen Feed durchgescrollt. Mit all der verlorene Zeit hätte ich wohl schon 10 Bücher schreiben können.
Oder eben die wichtigsten Tätigkeiten für den Tag, die mich meinem Ziel ein Stückchen näher bringen würden.
Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat wiederholt sich dieses Schema und ich fühle mich komplett festgefahren in dieser unproduktiven Alltagsroutine.

Ich habe das Gefühl, als würde ich mein Leben verschwenden.

Ich bin mir sicher, dass es vielen Menschen so geht, denn es ist verdammt schwer alte Gewohnheiten loszuwerden. Obwohl mir seit langer Zeit bewusst ist, dass ich mich mit bestimmten Verhaltensweisen selbst sabotiere, kommt der Wille zur Veränderung nur langsam. Aber allmählich unternehme ich die notwendigen Schritte, die mir dabei helfen meine Selbstsabotage zu erkennen.

Dabei motiviert es mich am Meisten, wenn ich mir vorstelle, wie ich in 10 Jahre zurückschaue und darüber nachdenke mit welchem Unsinn ich meine wertvolle Zeit vergeudet habe. Ich würde sicherlich traurig den Kopf schütteln und mich fragen, warum ich meine Zeit nicht in sinnvollere Tätigkeiten investiert habe. Ich hätte mehr unternehmen, mehr umsetzen, mehr leben können… anstatt hirnlos irgendwo rumzuhängen und wie ein Zombie durch das Internet zu scrollen.

Aber zum Glück haben wir unser Leben selbst in der Hand, können das Steuer herumreißen und uns wieder auf die richtige Spur bringen. Falls wir uns dessen bewusst sind, wie wir uns täglich selbst sabotieren.

Aus diesem Grund sollten wir uns jeden Morgen diese Fragen stellen:
– Welche Schritte kann ich heute unternehmen, damit ich zufriedener ins Bett gehe?
– Welche nutzlosen Tätigkeiten bringen mich nicht weiter?
– Was zieht mich an meiner Alltagsroutine am Meisten runter?
– Welche Ziele möchte ich heute erreichen?
– Wie sehen meine Prioritäten für den heutigen Tag aus?
– ….
Am Besten ist es, wenn man sich zu jeder Frage 3-5 spontane Antworten überlegt über die man nicht lange nachdenkt. Wenn man dies einige Tage wiederholt und am Ende alle Antworten durchliest, wird einem ein bestimmtes Muster auffallen, das mehr Bewusstsein schafft.

Indem wir uns bewusst Gedanken darüber machen, was wir eigentlich erreichen wollen, können wir demzufolge sehen, was uns im Alltag behindert und uns unseren Zielen nicht näher bringt. Dadurch können wir besser aus der unproduktiven Routine, die uns mehr runterzieht als vorwärtsbringt, herausfinden.

Hier habe ich einen anderen Blogeintrag verlinkt, in dem ich über 5 Ideen für ein zufriedenes und produktives Leben schreibe

Für mich bedeutet das konkret, dass meine Soziale-Medien-Nutzung schnell außer Kontrolle geraten kann, wenn ich nicht darauf achte. Daher muss ich einplanen, wann genau und wie lange ich mich hinsetzen und z.B. durch meinen Instagram-Feed scrollen will. Sonst passiert es leicht, dass ich auf einmal über eine Stunde damit beschäftigt bin, anstatt meiner Arbeit nachzugehen.
Und auch ist es für mich ausschlaggebend mir Prioritäten für den Tag zu setzen, weil ich sonst nicht im Blick habe, welche Aufgaben wichtiger sind und zuerst erledigt werden müssen. Wenn ich keinen Gedanken daran verschwende, kann es vorkommen, dass ich die unnötigsten Sachen erledige und mir kurz vorm Schlafengehen einfällt.. ach, ich hätte doch für die Prüfung lernen müssen, die morgen ansteht.

Und was sind deine größten Alltagssabotagen?

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7 Tipps Für Eine Gesunde & Vegane Ernährungsumstellung

Warum?
Mittlerweile ist es ziemlich bekannt, dass Tiere und Umwelt massiv darunter leiden, wenn wir billige Produkte von der Fleisch-, Eier- und Milchindustrie, die durch die Massentierhaltung entstanden sind, gedankenlos und ohne Ende konsumieren.
Seitdem ich die Dokumentation „Earhtlings“, die von Massentierhaltung handelt, geschaut habe, haben sich diese grauenvollen Bilder so sehr in mein Gehirn eingebrannt, dass ich sie nicht mehr loswerde.
Ich möchte für die namen- und stimmlosen Tiere protestieren, indem ich den Konsum von diesen Produkten verweigere.
Aber ich habe auch gesundheitliche Gründe, denn diese Ernährungsumstellung soll auch auf eine gesunde und bewusste Ernährung abzielen, so dass ich mehr Gemüse, Früchte, Nüsse und vollwertige Lebensmittel zu mir nehmen möchte.
Falls ihr nach Ernährungstipps sucht, wie man schnellstmöglich abnehmen kann, werdet ihr die hier nicht finden, denn ich will mich nicht auf eine Fett- und Kalorienreduktion fokusieren, sondern auf eine ausgewogene Vitamin- und Mineralienzufuhr.
Und da ich schon immer ziemlich faul war, was kochen und backen angeht, will ich gleichzeitig neue Rezepte ausprobieren, denn meine Kochkünste lassen leider zu wünschen übrig, so dass ich meist zu Gerichten zurückgreife, die ich seit Jahren zubereite.

Meine Vorgeschichte:
Witzigerweise fing es mit meiner Haut an, mit der ich in meinen Jugend überaus unzufrieden war. Damals suchte ich nach einer Lösung für meine Hautunreinheiten und ich stieß im Internet auf einen Artikel, der aussagte, dass Milchprodukte Pickel verursachen könnten, weil in der Milch viele Hormone sind. Also fing es damit an, dass ich mit 16 allmählich aufhörte Milch zu trinken.
Mit der Zeit informierte ich mich immer mehr über dieses Thema, so dass ich mir unzählige Dokumentationen ansah und beim Anblick der gequälten Tiere mit 19 schließlich vegan wurde. Leider stoß ich in der Zeit auf eine Person (oder besser gesagt auf eine Bewegung, die viele unterstützten), die in der veganen Szene sehr bekannt ist, und in ihren Youtube-Videos die Nachricht verbreitete, dass man nur 5 % Fett täglich essen dürfe und andere komplett ungesunde Ratschläge. Da ich leider noch ziemlich naiv war, befolgte ich ihren Ratschlag, wodurch meine Ernährung sehr unausgewogen wurde: Ich aß fast nur Bananensmoothies, Früchtereis mit ganz viel Kokosnusszucker und abends 1 kg Süßkartoffeln!
Die Folgen waren, dass ich stets einen Blähbauch hatte, da ich viel zu große Portionen aß, meine Finger an der rechten Hand extrem anschwollen und rot aussahen und meine Akne ebenfalls schlimmer wurde.
Als ich schließlich wieder mehr gesunde Fett zu mir nahm, wurden meine Finger wieder normal. Bis heute bin ich mir nicht sicher, was hinter dem Anschwellen meiner Finger steckt (eventuell Arthrose?). Aber daraus konnte ich eins definitiv lernen: Erstmal Fakten checken, bevor man eine bestimmte Ernährung ausprobieren möchte.
Mit 19 folgte ein Work & Travel Jahr in Australien, wo Ernährung zur Nebensache wurde, was ich ebenso an meiner Gesundheit merkte: Ich war ständig schlapp und müde, so dass ich mich oft energielos fühlte.
Nach meiner Rückkehr nahm ich mir vor, mich wieder mehr mit meiner Ernährung zu beschäftigen und mich gesünder zu ernähren, weil ich mich, wie bereits beschrieben, nicht allzu gesund fühlte. Zur Müdigkeit gesellten sich andere Probleme, wie Akne, Magenprobleme, brüchige Nägel usw.
Schließlich ging ich zu einer Naturheilpraktikerin, die mir auferlegte mich komplett zuckerfrei und kalorienreduziert für einen Monat zu ernähren. Dies schaffte ich auch, aber anschließend ging alles seinen gewohnten Gang und ich merkte keine allzu großen Veränderungen, aber das war vermutlich wegen der kurzen Zeit.
Daraufhin passierte nicht mehr allzu viel mit meiner Ernährung, denn meine Faulheit und mein Verlangen nach Süßigkeiten und Fast Food siegte. Aber da meine Beschwerden, besonders die Müdigkeit, immer noch da sind, ist es wirklich an der Zeit, dass ich etwas ändern muss. In den vergangenen Jahren habe ich kaum Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und andere naturbelassene Lebensmittel gegessen, so dass ich wohl kaum meinen Vitamin- und Mineralienbedarf decken konnte.

Hier sind meine besten Tipps für eine gesunde und vegane Ernährungsumstellung:


– Koreanisches Bibimpab –

1. Rezepte auf Pinterest sammeln
Pinterest ist eine tolle Website, um Inspiration zu allen möglichen Themen zu finden.
Hier ist ein Link zu meiner Pinnwand ‚Vegane Ernährungsumstellung‘, wo ihr viele Rezepte finden werdet.
In meiner anderen Pinnwand ‚Vegane Rezepte ‚To-Go‘ habe ich schnelle und einfache Rezepte gesammelt, die nicht viel Zeit beanspruchen und die man im Glas oder in anderen Aufbewahrungsbehälter mitnehmen kann. Perfekt für alle, die es nicht mögen lange in der Küche zu stehen und ständig unterwegs sind.

2. Informationen sammeln über Vitamine und Mineralien
Zu jeder Ernährungsumstellung sollte dazu gehören, dass man sich darüber informiert, was eine ausgewogene und gesunde Ernährung eigentlich ausmacht und wie man seinen Vitamin- und Mineralienbedarf decken kann.
Hier sind einige Internetseiten, wo ihr Infos darüber findet, welche Vitamine und Mineralien in welchen Lebensmitteln stecken:
Vegan ist eine Mangelernährung? So deckst du deinen Nährstoffbedarf – Ein toller Blogeintrag, der die wichtigsten Infos darüber abdeckt.
Jan und Laura von Semperveganis folge ich bereits seit Jahren und ich finde ihre Blogartikel stets ausführlich und informierend, da sie beide Orthrophologie studieren und sich daher gut mit dem Thema Ernährung auskennen. Im Beitrag ‚Veganer Nährstoffmangel: Märchen oder Realität? – Nährstoffe im Überblick‘ klären sie undogmatisch auf, wie man als Veganer seinen Vitamin- und Mineralienbedarf decken kann.
Umso mehr ihr über dieses Thema lest und viele verschiedene Quellen nutzt, desto sicherer könnt ihr sein, dass ihr genug seriöse Informationen sammelt, die euch weiterbringen. Nicht jeder, der im Internet Ernährungsratschläge preisgibt, ist dahingehend geschult und eine professionell aussehende Webseite macht einen noch lange nicht zu einem Ernährungsberater.

3. Veganen Bloggern folgen
Um sich Inspiration über Rezepte und den veganen Lifestyle zu holen, ist es inspirierend veganen Bloggern zu folgen. Jedes Mal, wenn ich neue Blogeinträge über vegane Ernährung lese und tolle Bilder zu gesunden Rezepten sehe, würde ich am Liebsten aufspringen und sogleich die Rezepte nachkochen.
Meine Lieblingsblogs:
Mari Linni – Ein veganer Food- und Lifestyle-Blog mit vielen tollen Rezepten (Probiert unbedingt das Schoko-Maca-Mandel-Oatmeal!)
Vegan Heaven – Auf ihrem Blog findet man viele selbst kreierte vegane Rezepte und Einträge über „Vegan auf Reisen“
Sheloveseating – Neben vielen leckeren Rezepten, schreibt sie über inspirierende Themen, die zu einem bewussteren Leben anregen
Francescamyer– Sie schreibt über zahlreiche Themen: Vegane Rezepte, Reisen, Fitness, Gesundheit, Fotografie.. und wenn man einmal auf ihrer Seite landet, kann man gar nicht damit aufhören durch ihre interessanten Beiträge zu klicken


Spagetti Bolognese mit frischem Gemüse

4. Einen groben Ernährungsplan erstellen
Dies ist für mich besonders hilfreich, da ich oft ratlos in der Küche oder im Supermarkt stehe und keinen Plan habe, was ich denn kochen bzw. kaufen soll, denn ich bin wohl der unkreativste Mensch, wenn es ums Kochen oder Backen geht.
Ein Ernährungsplan, wie z.B. dieser hier, den man ausdrucken und mit tollen Rezeptideen füllen kann, ist dabei super praktisch, da man direkt einen Überblick hat, was man als nächstes zubereiten könnte.

5. Meal Prep
Da ich morgens kaum Zeit habe, aber dennoch etwas gesundes zum Essen mitnehmen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig als es im Voraus vorzubereiten.
Tolle Rezeptideen für Meal Preps kann man z.B. auf Youtube finden:
Meal Prep For The Week For §20 – Cheap Lazy Vegan
Vegan Meal Prep For The Week (In 1 Hour) – Liv B
Easy Vegan Meal Prep in Under 1 Hour! (Breakfast/Lunch/Dinner) – Caitlin Soemaker
MEAL PREP  & Minimize time in the kitchen – Pick up Limes

6. Gleichgesinnte kennenlernen
Ich bin letztens durch Zufall auf eine vegane Gruppe in Facebook gestoßen, die ziemlich aktiv ist und viele Gruppenmitglieder hat. Der habe ich mich sogleich angeschlossen und daraufhin festgestellt, dass regelmäßig Treffen stattfinden. Z.B. veganer Kuchenverkauf, Pottluck Dinner usw. Das ist eine tolle Möglichkeit, um Leute kennenzulernen, die die gleichen Werte und Interessen haben. Dadurch fällt es einem viel leichter am Ball zu bleiben, wenn man Gleichgesinnte hat, die einem den Rücken stärken können.
Hier habe ich einige Gruppen aus NRW aufgelistet. Aber ich denke mal, dass man in jeder größeren Stadt in Deutschland vegane Facebookgruppen finden kann.
Vegan in Aachen
Köln Vegan
Düsseldorf Vegan
Dortmund Vegan
Veganer Stammtisch Mönchengladbach

7. Glaubt nicht jedem ‚Ernährungsberater‘, dem ihr im Internet begegnet!
Ich hatte ja bereits erwähnt, wie ich auf gewisse Personen reingefallen bin, die mir ihre Ernährungsweise als die einzig wahre Ernährung verkaufen wollten.. (und damit ihren Gewinn durch E-Book Verkäufe steigern wollten). Also informiert euch gründlich über Ernährung und benutzt hierfür verschiedene Quellen, um einen großen Überblick zu bekommen. Denn häufig ist es so, dass viele durch ihre ‚Ratschläge‘ irgendwelche Produkte verkaufen wollen. Daher ist es wichtig darauf zu achten, ob ‚Ernährungstipps‘ mit verlässlichen Quellen untermauert sind.


Linseneintopf

Bald kommen mehr Blogeinträge zum Thema ‚Vegane Ernährungsumstellung‘: Meine Lieblingsrezepte, Tipps für einen günstigen Wocheneinkauf und mehr.

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Jeder Tag zählt

„Each new day is an opportunity to manifest your dreams and be the best version of yourself – whatever that means to you -whether it’s being more mindful, grateful, or succesful. And it all starts the moment you open your eyes.“

Als ich dieses Zitat las, hat es mich daran erinnert, dass man jeden Morgen die Chance hat, das Beste aus dem bevorstehenden Tag rauszuholen.

Man kann sich dafür entscheiden, sich jeden Morgen daran zu erinnern, dass man dankbar dafür sein kann, was man alles im Leben hat, auch oder besonders für die kleinen Dinge im Leben.

Jeden Morgen kann man sich bewusst machen, was man wirklich im Leben will und im Laufe des Tages seine Möglichkeiten ausschöpfen, um seinen Träumen ein Stückchen näher zu kommen.

An jedem Tag erstrecken sich vor uns unendlich viele Wege, die wir beschreiten können und es liegt an uns, dies an jedem neuen Morgen wahrzunehmen.

Denn eines Tages, wenn sich die eigenen Tage allmählich zu Ende neigen, erkennt man, dass man sein Leben nicht so ausgeschöpft hat, wie man eigentlich wollte. Dann steht man da und betrauert das Leben, was man eigentlich hätte haben können.
Man trauert dem hinterher, dass man die kleinen, aber schönen Momente im Leben nicht mehr ausgekostet hat, man trauert darüber, dass man nur jeden Tag gemütlich in der eigenen Komfortzone blieb und nicht aus sicher herauskam, um spannende Dinge zu kreieren und zu erleben.

Es liegt an uns, wie wir jeden Morgen das Leben sehen und was wir daraus machen wollen. Wir können eine bewusste Entscheidung treffen und das Leben kreieren, das wir wahrhaftig wollen – oder auch nicht und stattdessen im alltäglichen Trott versinken.

Ich habe mich entschieden, welchen Weg ich gehen werde… Du auch?

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4 Tipps für Reisen, die sich jeder leisten kann

Ich werde oft verwundert drauf angesprochen, wie ich mir denn meine Reisen leisten kann, wenn man entdeckt, dass ich innerhalb von drei Jahren 14 Monate in Australien, 3 Wochen in Thailand, 2 Wochen in Indonesien, 1 Woche in Stockholm, 7 Wochen in Frankreich gewesen bin und Ausflüge nach Antwerpen (Belgien) und Amsterdam gemacht habe.

Mit der Zeit habe ich ein paar Tipps und Tricks herausgefunden, wie ich so günstig wie möglich verreisen kann, denn für einen Luxusurlaub All-Inclusive im 5-Sterne Hotel habe ich eindeutig kein Geld, was wohl bei den meisten Schülern, Auszubildenden und Studenten der Fall ist. Und ich hätte sowieso keine Lust drauf.

Für mich sind Reisen viel mehr als nur die Beine hochlegen und entspannen. Stattdessen will ich etwas erleben, ich möchte neue Leute kennenlernen, die meinen Horizont erweitern, ich will aus meiner Komfortzone heraus und neue Dinge ausprobieren. Ich möchte an einem Tag so viel neues erleben und sehen, dass ich abends todmüde ins Bett falle und sofort einschlafe.

Falls ihr solche Reisen wollt, dann seid ihr hier genau richtig.

1. Günstige Fernbusse oder Blablacar
Ich denke mal, dass ich an dieser Stelle nicht erwähnen muss, dass man günstige Flüge ergattern kann, wenn man im Voraus bucht und möglichst bei Billig-Airlines. Deswegen gehe ich direkt mal zu dem über, was auf dem Boden stattfindet: Fernbusse, wie z.B. Flixbus, Ouibus (Frankreich) usw. sind meistens extrem günstig. Ich  benutze immer die Internetseite: goeuro.com um die günstigsten und schnellsten Busse zu finden. Und natürlich schaue ich immer auf ‚Blablacar‚ vorbei, denn dort kann man eine Mitfahrgelegenheit finden oder selbst einen Sitzplatz im eigenen Auto anbieten.

2. Work & Travel
Als ich in Australien war, habe ich Work & Travel gemacht, um mir meine Reise finanzieren können. Diese Zeit war eines der spannendsten und erfahrungsreichsten in meinem Leben und ich werde demnächst abermals ein Auslandsjahr in Neuseeland starten.
Man muss nicht mal weit wegfliegen, um eine Work & Travel-Erfahrung machen zu können, denn dies ist auch in Europa möglich und man braucht nicht mal ein Visum dafür.
Wenn man also für eine längere Zeit verreisen will, aber man nicht das nötige Kleingeld hat, kann man mithilfe des Work & Travel Visums während seiner Reise irgendwo nach Arbeit suchen. Z.B. kann man auch ganz einfach im Hostel, in dem man übernachtet, anfragen, ob man ‚Work for accommodation‘ – also, dass man für seine Unterkunftskosten arbeitet anstatt Geld dafür zu zahlen – machen kann.

4. WWOOFING – Weltweit auf ökologischen Farmen arbeiten
Das ist eine weitere tolle Möglichkeit, um günstig verreisen zu können. Während meiner Reise habe ich viele getroffen, die WWOOFING ausprobiert und damit spannende Erfahrungen gemacht haben.
Man arbeitet als freiwilliger Helfer auf einer ökologischen Farm für ein paar Stunden am Tag und im Austausch bekommt man dafür eine kostenlose Unterkunft und in der Regel ebenfalls Essen.
Weitere Informationen dazu findest du hier.

3. Couchsurfing
Mein wohl bester Tipp ist eindeutig: Couchsurfing. Dies ist eine App, über die man Leute finden kann, die ihre Couch zuhause kostenlos als Übernachtungsmöglichkeit anbieten und Fremde zu sich nach Hause einladen, damit sie dort übernachten können. Das hört sich zunächst ein wenig gruselig und angsteinflößend an, wenn man noch nie von diesem Konzept gehört hat, aber so wild ist es nicht.
Ich habe etliche Frauen während meiner Reise getroffen, die sich die absoluten Horrorgeschichten über Couchsurfing ausgemalt haben und es niemals wagen würden so etwas zu tun.
Zum Glück bin ich in dieser Hinsicht anders und habe während meiner Frankreichreise im Sommer bei 6 unbekannten Personen übernachtet und es war eine super tolle Erfahrung!
Ich habe interessante Menschen kennengelernt, die mir ‚ihre‘ Stadt als Einheimische zeigen konnten und mir tolle Tipps gaben, welche Sehenswürdigkeiten und Orte ich auf jeden Fall besichtigen sollte, ich wurde mit auf Wochenendtrips genommen, konnte in Marseille Pétanque (ein beliebter Ballsport in Frankreich) spielen und noch viel mehr.
Ausführlichere Reiseberichte zu meiner Frankreichreise findet ihr hier.

Ich hoffe, euch hat ein wenig das Reisefieber gepackt. Ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten meine nächste Reise zu starten.
Weitere Blogeinträge zu meiner Neuseeland-Vorbereitung werden bald folgen.

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5 Ideen Für Ein Zufriedenes & Produktives Leben

Ich habe lange gebraucht, bis ich wirklich das Gefühl hatte, dass ich ein zufriedeneres und produktiveres Leben führe. Das bedeutet für mich, dass ich dadurch meine Lebensziele und Interessen mehr verfolge als früher.
Und diese fünf Ideen, die dazu beigetragen haben, habe ich hier aufgelistet:

1.
– Inspierende Bücher lesen –
Besonders diese Idee hat mir dieses Jahr unglaublich geholfen! Ich liebe es Bücher über inspirierende Themen und auch Selbsthilfebücher zu lesen, da sie einen auf neue Gedanken und Sichtweisen bringen. Ein bestimmtes Buch hat mir besonders dabei geholfen, wie ich meine Interessen besser umsetzen kann. Dadurch habe ich endlich den Mut gefasst mit diesem Blog anzufangen, obwohl ich es quasi Jahre vor mich hergeschoben habe.
Ich werde definitiv demnächst einen Blogeintrag über meine Lieblingsbücher machen.

 


– Botanischer Garten in Nantes, Frankreich –
2.
– Neue Orte entdecken –
Dieses Jahr war ich mal wieder oft unterwegs. Ich war eine Woche in Stockholm, ein paar Tage in Paris im Frühling, im Sommer habe ich für 5 Wochen Frankreich erkundet und dabei Marseille, Montpellier, Toulouse, Bordeaux, Nantes, La Rochelle und wieder Paris gesehen und im Winter werde ich definitiv ein weiteres Mal verreisen.
Mir hilft es dadurch, dass ich aus meinem festgefahrenen Alltag rauskomme und ich plötzlich wieder merke, dass die Welt so viel größer ist und die kleinen und großen Sorgen, die man zuhause verspürt, doch gar nicht so tragisch sind.
Und man muss ja nicht mal weit wegfahren, um neue Orte zu erkunden. Manchmal reicht es schon aus, wenn ma sich in den nächsten Bus setzt und zu einer Stadt fährt, der man bisher nicht viel Beachtung geschenkt hat.

 


– Kerkrade, Holland –
3.
– Spaziergänge in der Natur –
Ich liebe es in der Natur spazieren zu gehen, dabei die Ruhe um mich herum zu genießen und einfach meine Gedanken schweifen zu lassen. Ich bin nach so einem Spaziergang viel entspannter und kann wieder klarer denken, wenn ich vom ganzen Alltagsstress abschalte und mir Zeit für mich selbst nehme.

 

4.
– Bullet Journaling –
Am Anfang des Jahres habe ich mit einem Bullet Journal begonnen. Dies ist ein normales Notizbuch, das man selbst zu einem Kalendar oder was man auch immer möchte, umformen kann. Darin schreibe ich alle wichtigen Termine auf, To-Do Listen, Zielsetzungen, Blogideen und vieles mehr. Damit sehe ich täglich, ob etwas wichtiges ansteht, was ich noch erledigen muss und wo meine Prioritäten liegen.
Ich bin meistens zu faul es jeden Tag zu benutzen, aber trotzdem konnte ich in diesem Jahr um Längen produktiver sein, als bisher. Eigentlich bin ich vollkommen chaotisch und ich gehe meine Aufgaben total unstrukturiert an, deswegen ist so ein Bullet Journal für mich das perfekte Hilfsmittel, um meinen stressigen Alltag besser zu planen.
Ich verlinke euch hier ein super hilfreiches Video, das erklärt, wie man ein Bullet Journal gestalten kann.

 

5.
– Weniger Zeit am Handy verbringen –
Das ist für mich ziemlich schwer umzusetzen, weil ich ein richtiger Handy-Suchti bin und vermutlich schreibe ich es hier hin, um mich selbst nochmal dran zu erinnern. Es ist reine Zeitverschwendung ständig durchs Handy zu scrollen und das macht einen nicht mal glücklich. Ich mein, wer wird denn schon super glücklich und zufrieden mit sich selbst, wenn man berühmten Leuten auf Instagram, Facebook (oder wo auch immer) folgt, die ihr Leben perfekt zu meistern scheinen?! Klar, den Meisten ist es bestimmt mittlerweile bewusst, dass diese Fotos nur die Highlights im Leben darstellen, aber trotzdem wird man dadurch leicht in die Irre geführt und man fängt an sich mit diesen Leuten zu vergleichen, was man meistens nicht mal bemerkt.
Hier kommt ihr zu einem Video, das erklärt, warum wir Handy süchtig werden und was wir tun können, um davon loszukommen.

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Verletzlich

„I still have a long way to go, but I’m already so far from where I used to be, and I’m proud of that.“

Es gibt viele Worte, die mich beschreiben könnten.
Sensibel.
Verletzlich.
Gefühlvoll.
Träumerisch.
Fantasievoll.
Introvertiert.
Gedankenverloren.

Früher war ich der festen Überzeugung, dass diese Charaktereigenschaften absolut verwerflich sind und nichts gutes hervorbringen, denn oft sind mir diese Eigenschaften zum Verhängnis geworden.

Manchmal sind Sensibilität, Emotionalität und Nachdenklichkeit eine ziemlich schlechte Kombination. Ich gerate schnell ins Grübeln, weil ich zu sehr in meiner eigenen Gedankenwelt lebe und ich erlebe Emotionen intensiv und werde dadurch häufig vollkommen aus der Bahn geworfen.

Da ist es kein Wunder, dass ich mich von nahestehenden Personen verletzt fühle, was schon bei Kleinigkeiten der Fall sein kann, bei denen andere nur mit der Schulter gezuckt hätten.

Wenn ich die Menschen um mich herum beobachte, fallen mir besonders die extrovertierten, selbstsicheren und rationalen Menschen auf, die immer mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen scheinen und sich nicht so leicht von anderen Menschen beeinflussen und herunterziehen lassen.
Früher hätte ich mir wohl gerne eine Hand abgeschnitten im Austausch für solche Eigenschaften.

Wie gerne würde ich manchmal meine emotionale Seite ausschalten, wenn ich von einem Menschen enttäuscht wurde und ich eine Ewigkeit dran zu knabbern hatte oder weil ich mir die Worte einer unwichtigen Person zu sehr zu Herzen nahm.

Aber mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich die einst so unliebsamen und verhassten Wesenzüge von ihrer guten Seite sehe.

Sensible, emotionale, introvertiere Menschen sind in der Regel empathisch, so dass sie die Gefühle anderer Personen gut einschätzen können, sie nehmen Fehler und Veränderungen an sich selbst und um sie herum stärker wahr, sie vermeiden Gewalt und Streit so gut es geht und streben stattdessen nach Harmonie und Kreativität spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

Ich will mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn alle Menschen überhaupt nicht emotional oder sensibel wären. Dann würde die Welt wohl noch mehr in Gewalt untergehen.

Wenn ich mich nochmal verletzt fühle, werde ich versuchen die Vorteile daran zu sehen. Ich kann dankbar dafür sein, dass ich nicht wie ein emotionaler Eisklotz durchs Leben wandel und ich durch meine Feinfühligkeit und Emotionalität die Welt auf eine intensive Art erlebe.

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