6 Schritte, um mehr Disziplin zu erlangen

Wer kennt es nicht… eigentlich wollte man 3 Stunden diszipliniert lernen, aber aus irgendeinem Grund klappt es nicht. Ständig start man aufs Handy, unterbricht sich selbst, weil man noch was Essen möchte und am Ende hat man das Gefühl nichts geschafft zu haben. Oder man fängt gar nicht erst an, weil es so furchtbar langweilig ist.

Lange Zeit hatte ich damit ernorme Schwierigkeiten und oft kommt es zurück: Undiszipliniertheit. Oder auch: Der innere Schweinehund siegt.
Ich habe selbst gespürt, wie frustierend es ist, wenn man sich einfach nicht zusammenreißen kann. Wenn man einfach jedes Mal nachgibt, weil der innere Schweinehund wieder gerufen hat.

Ich musste dadurch lernen, dass man am Ende noch unglücklicher ist, weil man weiß, dass die anstehende Arbeit sich nur verzögert. Man muss sie immer noch erledigen und nichts hat sich daran geändert. Dieses Gefühl ist um einiges schlimmer, als wenn man die Zähne zusammen gebissen und sich einfach an die Arbeit gemacht hätte.

Mit und mit habe ich ein paar Strategien entwickelt, damit es mir leichter gelingt diszipliniert am Ball zu bleiben. Denn diszipliniert zu sein bedeutet lediglich, dass man sein Verhalten auf längere Sicht kontrollieren kann, damit man am Ende sein Ziel erreicht.
Disziplin ist um einiges wichtiger als Motivation, denn Motivation ist ein vergängliches Gefühl wohingegen eine trainierte Disziplin bestand hat und man es immer anwenden kann.

1. Sich auf Ziele fokussieren

Es ist zunächst einmal enorm wichtig, dass man überhaupt weiß, warum man überhaupt Disziplin erlernen möchte. Möchte man seine Lebensträume umsetzen oder macht man es, weil andere es von einem verlangen?
Wenn man weiß, welche tollen Ziele man am Ende vor sich hat, fällt es einem leichter diszipliniert zu bleiben. Aber wenn man es hingegen für andere macht, wird man von vornerein nicht viel Willenskraft aufbringen können.
Daher ist es sinnvoll sich darüber klar zu werden, was man selbst damit erreichen möchte.
Dazu gibt es eine gute Übung, die darin besteht, dass man sein „ideales Traumleben“ auf ein Blatt Papier aufschreibt. Man kann ruhig ausschweifen und alles in den herrlichsten Farben ausmalen. Und nun kann man damit Ziele ableiten, die man in seinem Alltag umsetzen kann. Am Besten ist es, wenn man die einzelnen Ziele so konkret wie möglich aufschreibt und sie in drei Kategorien aufteilt: Kurzfristig (bis zu 12 Monate), mittelfristig (bis zu 5 Jahre) und langfristig (bis zu 10 Jahre).
Dadurch hat man schon mal einen guten Wegweiser, um die nötige Willenskraft aufzubauen.

2. Den inneren Schweinehund in kleinen Schritten bezwingen

Wenn man nun seine Ziele aufgeschrieben hat, kommt es einem ziemlich gewaltig vor und man fragt sich, wie man jemals dahin kommen sollte. Und *puff*, da war die Disziplin schon weg und man greift zur nächsten Chipstüte und legt sich aufs… Halt! Nicht so schnell.
Da die eigenen Ziele am Anfang angsteinflößend erscheinen, ist es wichtig sich kleinere Zwischenziele zu überlegen.
Wenn man zum Beispiel seine Ernährung umstellen möchte, wäre es sinnvoll, wenn man sich folgende Ziele zunächst aufschreibt:
1. Sich über Ernährung informieren
2. Anhand der Informationen einen Ernährungsplan erstellen
3. Lebensmittel kaufen
4. Einen Tag pro Woche gesund kochen
5. Drei Tage pro Woche gesund kochen und so weiter

3. Erfolge feiern

Es ist wohl ein langer, steiniger Weg bis man wirklich eine eiserne Disziplin vorweisen kann, aber es wird sich defintiv lohnen. Daher sollte man sich am Anfang nicht zu viel vornehmen und nicht zu viel von sich selbst verlangen, denn wenn man zu viel Druck aufbaut, geht es meistens nach hinten los.
Wie jede andere Fähigkeit muss man auch diese trainieren. Dazu kann man ein kleines Erfolgstagebuch führen und sich alle kleinen und großen Erfolge aufschreiben, damit nochmal durchblättern kann, wenn man ein Tief hat.

4. Die fünf Sekunden Regel

Als ich das Video „The Secret to Self-Motivation“ sah, war ich zunächst verblüfft, dass so ein einfacher Trick tatsächlich klappt. Mel Robbins erklärt in diesem Video, dass sie sich mithilfe dieser Regel aus einem absoluten Tief retten konnte. Dieser Trick besteht darin, dass man ab 5 runterzählt… 5..4..3..2..1.. und dann einfach mit der Tätigkeit anfängt, ohne vorher darüber nachzudenken.
Das habe ich morgens ausprobiert, als mein Wecker klingelte und ich wie immer nicht wirklich aufstehen wollte, weil ich noch unglaublich müde war. Ich zählte langsam bis 1 runter und schwupps, stand ich auf einmal neben dem Bett. Jedes Mal wenn ich diesen Trick morgens anwende, bin ich so schnell aus dem Bett, wie sonst nie.

5. Sich Belohnungen gönnen

Bevor man anfängt sich an die Arbeit zu machen, um seinem Ziel ein Stück näher zu kommen, sollte man sich überlegen, welche Belohnung man sich selbst gönnen könnte.
Vor kurzem habe ich vier wichtige Abschlussprüfungen geschrieben und nach jeder abgeschlossenen Prüfung bin ich in die Stadt gefahren und habe mir ein Buch, Süßigkeiten oder dergleichen gekauft.
Dadurch koppelt man einen unangenehmen Reiz (Prüfung) mit einer angenehmen Belohnung, so dass man sich selbst darauf konditioniert denn unangenehmen Reiz nicht mehr als allzu schlimm zu empfinden, denn am Ende wartet eine Belohnung.

6. Ablenkungen ausschalten

Zuerst sollte man herausfinden, was die größten Ablenkungen für einen selbst darstellen, die einen von der bevorstehenden Aufgabe abhalten.
Für mich ist dies ganz eindeutig mein Handy, weil ich ständig auf Social Media unterwegs bin und ich nur schwer die Finger davon lassen kann. Hier habe ich über die unterschätzten Gefahren von Social Media einen Blogeintrag geschrieben.
Und mich lenkt es enorm ab, wenn Leute um mich herumschwirren und irgendwas von mir wollen. Deswegen ziehe ich mich gerne in ein Zimmer zurück, in dem ich allein sein kann, sage jedem, dass ich für eine gewisse Zeit nicht gestört werden möchte und lege mir alles bereit, was ich brauche. Mein Handy schalte ich vorher natürlich aus und lege es dahin, wo ich es nicht sehen kann.

Ich hoffe, dass meine 6 Tipps hilfreich waren und du diese in deinem Alltag integrieren kannst, damit du Schritt für Schritt mehr Disziplin aufbauen kannst.

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5 Kommentare

  1. Ich habe mich am Anfang definitiv wiederfinden können. Es ist auch echt verdammt schwer mehr Disziplin zu erlangen. Gestern habe ich mir vorgenommen, dass ich heute mal nicht Facebook benutze.. was ist passiert? Ich habe schon eine halbe Stunde davor gehangen, haha.

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