4 psychologische Tricks, um schwierige Situationen zu meistern

Jeder ist regelmäßig schwierigen Situationen ausgesetzt, die mal mehr, mal weniger stressig sind. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie bringen uns aus der Fassung, können uns runterziehen und in eine schlechte Stimmung versetzen. Das kann sich zu einem Teufelskreis entwickeln, aus dem wir nicht mehr so leicht herauskommen.

So eine schwierige Situation hatte ich vor kurzem. Ich war vollkommen am Boden zerstört und war zunächst komplett fassungslos. Der Grund? Ich hatte 2 Monate zuvor einen Flug gebucht, der mich nach Bulgarien bringen sollte, wo ich 1 Woche meinen Urlaub genießen wollte. Ich freute mich unglaublich auf diesen Urlaub, buchte zusätzlich eine Unterkunft und war fleißig am planen. Aber als ich schließlich am Tag des Abflugs am Flughafen ankam, musste ich feststellen, dass der Flug gestrichen wurde.
Ich blieb auf den Kosten sitzen und hatte absolut keine Chance nach Bulgarien zu kommen.

Ich hätte mit der Situation auf verschiedene Arten umgehen können. Eine Verhaltensweise wäre gewesen, mich damit dekonstruktiv zu befassen. Wir könnten uns von einer stressigen Situation bestimmen und uns von ihr automatisch in schlechte Laune versetzen lassen. Wir ergeben uns passiv dem Schicksal, werden pessimistisch, beschweren uns über diese schlechte Situation und tun absolut nichts dagegen.

Aber soweit sollte es niemals kommen! Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir Bewältigungsstrategien nutzen, die uns helfen, aus einer misslichen Lage zu kommen und uns emotional festigen.

Disclaimer: Diese Tipps werden nicht dafür sorgen, dass man freudestrahlend durch die Gegend springt, als hätte man grade im Lotto gewonnen und dass man unrealistisch optimistisch wird.

1. Was hatte das Ereignis für einen Sinn und was kann ich daraus lernen?
Dieser psychologischer Trick gehört zu den Theorien des Kohärenzgefühls. Sie sagt aus, dass wir uns besser fühlen, wenn wir Gegebenheiten verstehen und aus ihr einen Sinn ziehen können, der uns sogar im Leben weiterbringen kann. Und wir fühlen uns dadurch so, als hätten wir etwas wichtiges lernen können.
Das bedeutet für mich konkret, dass ich daraus gelernt habe, dass man nicht Flüge bei Billig-Airlines buchen sollte (und falls doch, sollte man vorher Bewertungen im Internet lesen!) und das man nicht einmal weit weg fliegen muss, um tolle Orte zu entdecken. Man muss nur etwas kreativ werden und in der nahen Umgebung nach Ausflugmöglichkeiten suchen. Und sinnvoll war es für mich, da ich eine Woche wichtige Sachen, die ich mir seit Monaten vorgenommen hatte, endlich erledigen konnte. Vielleicht mag es für manche sinnlos erscheinen, aber jeder wird in verschiedenen Situationen eine eigene subjektive Sinnhaftigkeit finden.

2. Selbstreflektion – Sich selbst bewusst werden
Meist neigen wir dazu uns selbst negativ zu kritisieren und eine innere Stimme macht uns für alles mögliche runter. Das ist mit der Selbstreflektion definitiv nicht gemeint, denn hierbei geht es darum, sich neutral zu reflektieren.
Dabei kann man sich folgende Fragen stellen:
– Wie gehe ich allgemein mit schwierigen Situationen um? Und hilft mir dieses Verhalten?
– Welche Eigenschaften besitze ich – bin ich eher impulsiv, bin ich leicht gestresst… usw. und wie hilft mir dieses Wissen in stressigen Situationen?
– Welche positiven Eigenschaften besitze ich von denen ich profitieren könnte?
– Welche Bewältigungsstrategien benutze ich bereits und welche könnte ich anwenden?
– usw…
Erst wenn wir mehr über uns selbst wissen, können wir uns besser helfen und uns leichter aus schwierigen Situationen manövrieren.

3. Lösungsorientiertes Denken
Diesen Tipp finde ich verdammt wichtig! Früher war ich alles andere als lösungsorientiert und habe mich stattdessen nur beschwert und mich selbst bemitleidet. Und was bringt das? Genau, leider gar nichts, nur miese Stimmung.
Daher ist es wichtig sich Gedanken darüber zu machen, wie man am Besten das Problem lösen kann und welche Schritte unternommen werden müssen, damit dies gelingt. Am Einfachsten wird es, wenn man sich konkrete Schritte überlegt, die man somit leichter umsetzen kann.

4. Kraft schöpfen
Damit man nicht weiterhin über das Problem nachgrübelt, ist es hilfreich, wenn man sich stattdessen mit anderen Dingen beschäftigt. Ideal wäre es, wenn man wieder Kraft schöpft, indem man sich mit einem Hobby beschäftigt oder verschiedene Entspannungstechniken, wie z.B. autogenes Training, Yoga, Meditation und vieles weitere, testet.
Für mich ist es besonders hilfreich, wenn ich ein psychologisches Selbsthilfebuch lese, Kraftsport betreibe (dafür muss man nicht mal im Fitnessstudio angemeldet sein), mit nahestehenden Menschen darüber rede, mein Bullet Journal verwende (Blogeintrag darüber wird noch folgen) und in der Natur spazieren gehe.


Sobald man versucht die eigenen Denkmuster und den Umgang mit einer schwierigen Situation aktiv zu ändern und zu gestalten, fühlt man sich gleich ein Stückchen besser. Ich hoffe, dass diese Tricks hilfreich waren und zum Nachdenken anregen konnten! Viel Erfolg bei der Umsetzung. 🙂

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