Gamechanger Interview: Mut zur Weltverbesserung

Mein heutiger Interviewpartner ist Sander, der aus den Niederlanden kommt und von dem ich schon einiges lernen konnte, denn er hat eine sehr inspirierende und faszinierende Denkweise, die viele zum Nachdenken anregen könnte. Ich traf ihn vor zwei in Australien, wo wir gute Freunde während eines Roadtrips wurden. Unser Interview fand in den Niederlanden statt und zwar in der schönen Brunsummerheide.

Unterwegs in der Welt – 3 Kontinente und 6 Länder

Er hat schon einiges von der Welt gesehen. Seine erste, größere Reise startete er vor ungefähr drei Jahren als er für drei Monate nach Deutschland ging. Zuerst arbeitete er in Bayern auf einem Bauernhof und lebte später für einige Zeit in einem buddhistischen Kloster in der Nähe von Frankfurt.
Im Anschluss ging er ein halbes Jahr nach Australien, wo er viele Städte besuchte, Roadtrips machte und in ländlichen Gegenden arbeitete.
Danach pilgerte er den Jakobsweg in Spanien und machte sich anschließend auf nach Thailand, um das Land zu erkunden und um englisch zu unterrichten. Als er damit fertig war, arbeitete er einen Monat lang in einem Nachtclub in Kambodscha.
Er schloss seine Reise in Vietnam ab. Dort kaufte er sich ein Motorrad und legte darauf 4.000 Kilometer zurück!

Gelernte Lektionen

Auf seinen Reisen lernte er einige hilfreiche Lektionen ohne die er nicht wüsste, welche Person er heute sein würde, wenn er all dies nicht unternommen hätte.
Ihm wurde klar, dass man nicht so beschränkt im Leben ist, wie man vielleicht glauben würde. Er lernte unterwegs, dass es unglaublich viele Möglichkeiten auf dieser Welt gibt, die man ausprobieren könnte, sei es einen Bauernhof in Peru gründen, Pilgerreisen unternehmen oder in asiatischen Ländern englisch unterrichten. Leider realisieren nur die Wenigsten, was sie im Leben alles bewerkstelligen könnten.
Und ihm wurde bewusst, dass er seine Heimat viel mehr zu schätzen weiß als zuvor. Er ist dankbar für das gute Gesundheitssystem, die Wirtschaft, das soziale Auffangsystem und all die Chancen, die sich daraus ergeben. Als er in Kambodscha war, realisierte er, dass all diese Dinge nicht automatisch gegeben sind. Dort müssen sich viele junge Mädchen prostituieren, um genug Geld für ihren Lebensunterhalt aufbringen zu können. Und Bürger verdienen im Durchschnitt grade ein Mal 150 $ im Monat!
Dennoch gibt es nach seiner Ansicht viel zu viele Menschen in Deutschland und in den Niederlanden, die absolut nicht zu schätzen wissen, was sie alles im Leben als normal und gegeben ansehen.

Momentanes Leben

Nach seiner Reise fing er an BWL zu studieren, was ihm leider gar nicht zu sagte. Also entschloss er sich dazu das Studium abzubrechen, da er sich für die Lerninhalte überhaupt nicht begeistern konnte. Aus diesem Grund fängt er in drei Monaten mit einem Psychologie Studium an, da er dabei ein viel besseres Gefühl hat.
In der Zwischenzeit begibt er sich wieder auf Reisen. Diesmal geht es in die Slowakei, Schweiz und nach Italien, damit er wieder aus seiner Alltagsroutine ausbrechen kann.
Auf längere Sicht möchte er sich darauf konzentrieren sich spirituell und persönlich weiterzuentwickeln. Dazu liest er jeden Tag Bücher, um sich neues Wissen zu erschließen.

Persönliche Entwicklung

Schon vor einiger Zeit hat er gemerkt, dass er mehr in der Welt bewegen möchte, als es die meisten Menschen um ihn herum taten. Aufgrund von einem Twitter-Account begann er sich Gedanken über die Politik zu machen und er fing an vieles zu hinterfragen, was andere als normal betrachteten.
Seine politischen Ansichten veränderten sich in den vergangenen Jahren stetig. Am Anfang war er leidenschaftlicher Anarchist und schließlich wurde er zu einem Kommunist, da er viele Youtube-Videos schaute.
Irgendwann fand er heraus, dass Youtube-Videos wohl nicht die Weisheit letzten Endes waren, wodurch er sich fortan mit Büchern weiterbildete, so dass er schließlich seine alten Ansichten ablegte und versuchte vieles objektiver zu betrachten.

Gesellschaftliche Degeneration

Mit und mit entwickelte er neue Denkweisen, so dass er zu dem Entschluss kam, dass die Werte und Normen der heutigen Gesellschaft viel zu wenig hinterfragt werden.
Er macht sich Sorgen darüber, dass die Gesellschaft zunehmend degeneriert, denn das Leben der Meisten besteht nur noch aus Konsum, Lustbefriedigung unterschiedlichster Art (Drogen)  und aus digitaler Berieselung aka Fernsehen und Smartphone. Und nur die Wenigsten hinterfragen, was in den Medien verbreitete wird.
Er findet, dass man stattdessen versuchen sollte im Leben nach einem tieferen Sinn zu suchen. Statt der Dauerbeschallung (Pop- und Rapmusik) zu lauschen und fragwürdige Filme aus Hollywood zu schauen, die keinen echten Mehrwert liefern, sollte man sich für mehr kulturelle Errungenschaften begeistern.
Denn wer interessiert sich heutzutage noch für Goethe, klassische Musik und begeistert sich für Kunstgeschichte?  Nicht viele wissen noch, was unsere Kultur überhaupt ausmacht und aus diesem Grund wissen sie es auch nicht zu schätzen.
Er ist zudem davon überzeugt, dass viele eine nihilistische Einstellung entwickelt haben. Das heißt, dass sie nichts als gut oder schlecht empfinden und ihnen so gut wie alles egal ist, wodurch sie auch keinen tieferen Lebenssinn verspüren können.

Das Weltgeschehen beeinflussen

Da es ihm sehr wichtig ist die Welt ein Stück besser zu machen, kann er es nicht nachvollziehen, wenn jemand zu ihm sagen würde, dass ein Einzelner nichts in der Welt bewirken könne. Seiner Ansicht nach ist dies eine sehr deprimierende Sichtweise. Er ist sich sicher, dass ein Einzelner mit seiner Handlung und seinen Aussagen immer irgendeine Art von Einfluss hat, sei es ein minimaler oder auch ein größerer Einfluss.
Man sollte als gutes Beispiel voran gehen, denn man kann nie wissen, was man dadurch alles bewegen könnte. Wenn man andere damit inspirieren könnte, die wiederum etwas in ihrem Leben ändern, ist damit schon einiges getan.

Mut beweisen

Mut bedeutet für ihn, dass man das machen sollte, was man für richtig hält. Auch wenn man Angst davor verspürt. Er versteht auch darunter, dass man das Beste aus seinem Leben macht, obwohl es die Lebensumstände schwierig machen. Auch wenn man in belastenden Situationen ist, wenn z.B. geliebte Personen versterben, man unter einer schwerwiegenden Krankheit leidet und man Depressionen hat, sollte man den Mut aufbringen, um sich wieder daraus zu kämpfen.

Bücherempfehlung

Zu seinen Lieblingsbüchern, die ihn zum Nachdenken angeregt haben, gehören:

  • Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewski und Hermann Röhl
  • Anna Karenina von Leo Tolstoi
  • Alle Bücher von Thierry Baudet
  • 12 Rules of Life von Jordan Peterson (ein deutsches Buch)

In 5 Jahren möchte er immer noch politisch aktiv sein, noch mehr von der Welt gesehen haben und er träumt davon einen Garten mit Hühnern zu haben, damit er sich selbst versorgen kann.

Ich wünsche ihm viel Glück bei seiner weiteren Reise durchs Leben!

Was sagt ihr dazu, dass die Gesellschaft immer weiter degeneriert und dass viele eine nihilistische Einstellung haben? Seid ihr der gleichen Meinung? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

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7 Gründe, warum Du „anders“ sein solltest

Ertappst du dich oft bei dem Gedanken irgendwie nicht in deine Umgebung, in die Gesellschaft zu passen? Dass du das Gefühl hast komplett anders zu handeln und zu denken als die Menschen um dich herum? Dann ist dieser Blogeintrag perfekt für dich!

Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann mir das erste Mal auffiel, dass ich ein wenig anders war, als die Meisten Menschen um mich herum.
Mit der Zeit wurde dieser Eindruck verstärkt und mir wurde bewusst, welche meiner Eigenschaften sich am Meisten von denen der Anderen unterschieden. Der größte Unterschied ist wohl meine ruhige, nachdenkliche, introvertierte und sensible Persönlichkeit. Ich nehme die Welt eher in Emotionen, Bildern und Geschichten wahr.
Ich treffe nicht oft Menschen, die auch solche Eigenschaften besitzen. Und wenn doch, unterscheiden wir uns in unseren Interessen.

Schon als Kind saß ich lieber zuhause mit meinen Büchern, träumte vor mich hin und interessierte mich für Dinge, die nicht viele interessant fanden: Tagebuch schreiben, Briefmarken sammeln und ich pflegte mehrere Brieffreundschaften.
Oft wurde  mir von Verwandten und Freunden gesagt, ich müsse mal mehr aus mich herauskommen, nicht so schüchtern sein und mich lieber für dieses und jenes interessieren.

Vor einiger Zeit hatte ich ein einschneidendes Erlebnis, dass mich nachdenklich stimmte und mir klar machte, warum es wichtig ist zu sich selbst zu stehen, auch wenn dies bedeutet anders zu sein. Sich also nicht der Masse anzupassen.

Ich war vor zwei Jahren auf der Suche nach einem Nebenjob und wurde in einer Shisha-Bar fündig. Obwohl ich mein Leben lang keine Zigaretten geraucht habe und sonst auch nicht viel vom Rauchen halte! Schnell wurde mir klar, dass ich mich gehörig von meinen Kollegen unterschied: Sie interessierten sich nur für die neueste Mode, hatten fette Uhren am Handgelenk und ihre protzige Karre parkte neben dem Geschäft.
Davon bin ich so weit entfernt, wie es nur geht, denn ich bin eine vegetarische Öko-Tante, die gerne in Second-Hand Geschäften einkauft und sich nicht viel aus materiellen Besitztümern macht.

Ich wollte ENDLICH auch mal irgendwo dazugehören. Ich hatte meine ruhige, nachdenkliche, tiefsinnige Persönlichkeit satt, weil es damals in meinen Augen mehr Spaß zu machen schien, wie meine Kollegen zu sein.
Also gab ich mein Bestes mich anzupassen. Ich kaufte mir ebenfalls eine protzige Uhr (darüber kann ich nur noch schmunzeln), war geschminkt bis zum Umfallen und versuchte zu verbergen, dass ich mich für Literatur, Umweltschutz, Veganismus und Psychologie interessierte.

Die Moral von der Geschichte? Ich kündigte schließlich, da der Shisha-Bar Betreiber mir mein Gehalt nicht auszahlen wollte (aber das ist eine Geschichte für sich). Später erzählte mir eine ehemalige Kollegin, dass die Anderen hinter meinem Rücken gesagt hatten, dass ich überhaupt nicht zu ihnen passen würde, da ich irgendwie „anders“ sei.
Das saß. Aber es lehrte mich einiges. Das Leben ist viel zu kurz,  um das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen und blind fremden Wertvorstellungen und einer fremden Lebensphilosophie zu folgen.

Und daher habe ich 8 Gründe zusammengestellt, die dir zeigen, warum es vollkommen In Ordnung ist anders zu sein – wie auch immer das für dich aussehen mag:

1. Individuelle Gestaltung des Lebens

Wenn man dem Gefühl nachgeht, das einem sagt, dass man irgendwie anders ist, wird man viel über sich selbst lernen. Denn man fängt an zu hinterfragen, was „Normalität“ eigentlich bedeutet und inwieweit man darin nicht hineinpasst oder nicht hineinpassen möchte.
Und natürlich kommen noch mehr Fragen auf, die sich damit beschäftigen, welche Interessen man hat, was einen einzigartig macht, welche Leidenschaften man besitzt und was man unbedingt im Leben erreichen möchte.
Nach und nach tritt eine Selbsterkenntnis zu Tage, die ermöglicht, dass man sein Leben individuell gestalten kann. Nicht viele schaffen es sich tiefgehend zu analysieren und zu reflektieren, so dass sie niemals die Erkenntnis erlangen werden, was sie ausmacht und worin ihre Individualität besteht

2.  Sich selbst treu bleiben = mehr Zufriedenheit

In meinem Alltag treffe ich ständig Personen, die immer gestresst aussehen, schlechte Laune vertreiben und bei der kleinsten Kleinigkeit ausrasten. Das kommt zum Hauptteil daher, dass sie sich selbst nicht treu sind. Ich habe bislang niemanden kennengelernt, der zufrieden mit sich selbst und seinem Leben wahr, indem er sich fremden Lebensvorstellungen unterwarf und nicht mehr auf sein inneres Gefühl hörte. Sie hinterfragen demnach gar nicht, wofür sie innerlich brennen und was ihr Herz höher schlagen lässt. Und daher können sie gar nicht wissen, was sie wirklich glücklich machen würde.
Stattdessen sollte man den Schritt wagen und zu sich selbst stehen, um mehr Zufriedenheit im Leben zu erlangen.

3. Mutig sein

Alle die sich trauen ihr Leben individuell zu gestalten und zu dem stehen, was sie ausmacht, haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind mutig. Und wer hätte nicht gerne eine solche Eigenschaft?
Es erfordert Mut die eigene Meinung preiszugeben, auch wenn niemand im Raum diese teilt. Man könnte Ablehnung heraufbeschwören und davor haben die Meisten eine Menge Angst. Diese Urangst sitzt wohl noch in jedem von uns, denn in früheren Zeiten konnte es noch den Tod bedeuten, wenn man sich von seiner Gemeinschaft abwendete.
Leider kann man nicht viel im Leben bewirken, wenn man nie diesen Mut aufbringen kann. Wenn man nur still in einer Ecke hockt, lässt man automatisch andere über sein Leben entscheiden.

4. Erfolgreicher sein

Menschen, die ihr Leben anders gestalten als der Rest und somit aus der Masse herausstechen, sind um einiges erfolgreicher, denn sie haben meist die originelleren Ideen.
Sie drücken sich individuell aus, sei es ihre Lebenseinstellung, ihr Kleidungsstil oder ihre Interessen. Somit kann man sie nicht leicht vergessen, da sie mit ihrer besonderen Einzigartigkeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wäre man stattdessen wie jede x-beliebige Person würde niemand 2x hinschauen.
Die Geschichte zeigt immer wieder, das diejenigen, die originelle und einzigartige Ideen haben und dadurch aus der Masse herausstechen, viel erfolgreicher sind. Gute Beispiele sind dafür Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Bill Gates, Albert Einstein, Eckhart Tolle und viele, viele mehr.

5. Mehr Spaß!

Es macht unheimlich viel Spaß aus der Reihe zu tanzen und das Leben so anzugehen, wie man es für richtig hält. Ich hatte wohl mehr Spaß im Leben als ich mit 19 Jahren Australien erkundete, als so mancher, der gerade seine (langweilige) Ausbildung abschloss, die er eigentlich nicht ausstehen konnte.
Man traut sich Dinge zu machen, über die manche nur abwertend mit dem Kopf schütteln würden. Und die meisten Menschen, die im Laufe ihres Lebens immer verbitterter wurden, hatten wohl auch nicht viel Spaß im Leben. Sie stellten die Werte und Normen der Gesellschaft über alles andere und erstickten somit jeglichen Spaß. Sie wären nicht mal auf den Gedanken gekommen etwas zu machen, dass gesellschaftlich verpönt ist.

6. Mehr Möglichkeiten

Wenn man endlich das eigene Leben so gestaltet, wie man es schon immer wollte, seine Interessen nachgeht und seine Leidenschaften lebt, eröffnen sich einem viele neue Möglichkeiten, die man vorher gar nicht wahrgenommen hätte. Sei es beruflich oder anderer Natur.
Menschen treten ins Leben, die den eigenen Horizont erweitern und bereichern. Endlich wird man Leute treffen, bei denen man denkt: Die sind genau auf meiner Wellenlänge!
Würde man hingegen krampfhaft versucht sich zu verstellen, um in eine Gesellschaft zu passen, wird man wohl nie diese Möglichkeiten ergreifen können.

7. Am Ende kann man Stolz auf sein Leben sein

Stell dir vor wie es wäre, wenn du als alte Frau oder Mann in deinem Sterbebett liegst. Du lässt dein Leben Revue passieren und dir fällt auf, dass du dein Leben lieber anders angegangen wärst. Gern hättest du mehr Mut aufgebracht und hättest dein Leben so gestaltet, wie es dein Herz schon immer gewollt hatte. Das hätte mehr Spaß bedeutet und du wärst mit Menschen in Kontakt gekommen, bei denen du dachtest ihr seid Seelenverwandte. Du wärst zudem in vielen Bereichen deines Lebens erfolgreich, weil du mit deinen originellen Ideen alle in deinen Bann gezogen hättest.
Aber leider hast du all dies nicht gemacht. Du hast dich nicht getraut, das zu tun, was du wirklich wolltest. Zu groß war die Angst vor Ablehnung und missfallendem Kopfschütteln. Also hast du dich still in eine Ecke verzogen. Die einzige Leidenschaft die du besaßt, bestand darin den Erwartungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Dir war ja nicht mal klar, was du im Leben wirklich wolltest.
Du schließt für immer die Augen und dein letzter Gedanke gilt der Reue.

Wärst du nicht lieber Stolz auf dein Leben, das du genau so gestaltet hättest, wie du wolltest? Wie ist deine Meinung dazu? Schreib es unten in die Kommentare! 🙂

Ich wünsche dir viel Glück bei deiner achtsamen Reise durchs Leben!
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Meine Bucket List für Neuseeland!

– 5 Ideen für Deine Reise –

Schon bald startet meine zweite Work & Travel Reise – und zwar nach Neuseeland. In nicht mal einem Monat sitze ich bereits im Flieger Richtung Südkorea, wo ich eine Woche lang Seoul erkunden werde. Schließlich geht es weiter nach Auckland – Eine Millionenstadt im nördlichen Teil von Neuseeland.

Mittlerweile steigt die Aufregung und Vorfreude. Und ich frage mich natürlich, was ich wohl alles erleben und sehen, wie ich Neuseeland finden werde und ob ich alles machen kann, was ich mir bislang vorgenommen habe. Immerhin werde ich ein halbes Jahr bleiben!

Am Ende des Jahres werde ich es definitiv wissen. Dann kann ich zurückschauen und feststellen, was ich alles von meinen Vorhaben verwirklichen konnte.
Ich liebe die Vorstellung, dass die ältere Version von einem Selbst in die Vergangenheit blickt und darüber nachsinnt, was man damals in diesem vergangenen Moment noch nicht wusste.

Ich hoffe, dass ich euch mit meiner Bucket List inspirieren kann und ihr somit neue Ideen für eure nächste Reise finden werdet!

1. Back to the roots

Wer schon ein Mal Fotos von der neuseeländischen Natur gesehen hat, weiß wie atemberaubend schön die unterschiedlichen Landschaften in Neuseeland sein können. Kein Wunder also, dass die „Herr der Ringe“-Filme in Neuseeland gedreht wurden!
Daher ist eins meiner wichtigsten Ziele so viel von der Natur zu sehen, wie es mir möglich ist. Ich möchte wunderschöne, abgelegene Nationalparks besuchen, meine Füße im Sand der unzähligen Strände versinken lassen und in einsamen Seen schwimmen gehen.
Nach einiger Recherche im Internet möchte ich auf jeden Fall folgende Orte auf keinen Fall verpassen:

  • Ich möchte den Roys Peak entlang wandern
  • Die Seen in Wanaka, Wairarapa und Taupo sind ein Must-See für mich
  •  Die unglaublichen Wasserfälle Huka Falls, Milford Sound und McLeans Falls live und in Farbe sehen
  • Zum Cape Reinga, den nördlichsten Teil von Neuseeland, fahren
  • Etliche Geysire bewundern
  • Und natürlich muss ich wunderschöne Nationalparks besuchen, wie z.B. den Fjordland-, Tongario- und Abel Tasman Nationalpark

2. In einem Campervan leben

Als ich vor fast zwei Jahren über meine Neuseeland Reise zum ersten Mal nachdachte, hatte ich vor Augen, wie ich mit Freunden einen Campervan miete und damit ganz Neuseeland erkunden würde. Denn dadurch kann man sich gut fortbewegen, man muss keine teuren Hostels buchen und man ist der Natur so nahe wie sonst nie.
Damit habe ich zum ersten Mal in Australien Erfahrung machen können. Während meines dortigen Work & Travel Aufenthalts machte ich mit drei Freunden einen Roadtrip. In dieser Zeit übernachteten wir zwei Wochen lang mit Zelten im Freien, besuchten etliche Nationalparks und schwammen in Canyons. Wir hatten keinerlei Luxus – keine Duschen, kein fließendes Wasser, oder Wifi. Dadurch wurden wir ziemlich erfinderisch, was das Duschen anging… Diese abenteuerlichen Erfahrungen werde ich wohl nie vergessen.
Ganz so extrem muss es in Neuseeland nicht sein, da ich vorhabe richtige Campingplätze anzusteuern (damals wollten meine Freunde einen richtigen Roadtrip machen, wie sie es nannten), aber ich möchte noch Mal spüren, wie glücklich ein einfaches Leben in der Natur sein kann.

3. Städte erkunden und dabei die Kaffee Kultur entdecken

Ich weiß gar nicht, wie viele Städte ich schon während meiner Reise erkundet habe, aber es müssen eine Menge sein, z.B. als ich in 5 Wochen 6 Städte in Frankreich erkundete.
Und jedes Mal, wenn ich fremde Straßen entlang spaziere, halte ich nach süßen (und veganen) Cafés Ausschau! Ich habe seit längerem eine Leidenschaft für Kaffee entwickelt. Das fing wohl damit an, als ich in einem Café in Melbourne arbeitete und ständig leckere Almond Milk Lattés schlürfte. Schließlich ist Melbourne berühmt für seine hervorragende Kaffeekultur.
Daher muss ich natürlich auch die Kaffee Kultur in Neuseeland für mich entdecken. Und die Städte nebenbei natürlich auch. Auf meiner Liste stehen bislang:

  • Auckland
  • Wellington
  • Christchurch
  • Queenstown
  • Dunedin

4. Die neuseeländische Kultur und dessen Zeitgeist ergründen

In einigen Büchern konnte ich nachlesen, dass sich die Kiwis besonders durch ihre Gelassenheit und Entspanntheit auszeichnen. Und in der Regel soll die Kultur relativ langweilig und wenig spektakulär sein.
Davon möchte ich mich mit meinen eigenen Augen überzeugen und herausfinden, was genau die neuseeländische Kultur ausmacht. Und auch, was es mit dem Zeitgeist auf sich hat.
Worum dreht sich das Leben der Neuseeländer? Welche Ideale und Wertvorstellungen haben sie? Wie ist ihre politische Ansicht?
Und ich möchte nebenbei mehr über die Geschichte des Landes erfahren, Museen besuchen und Bücher von neuseeländischen Autoren lesen.

5. Meinen Horizont erweitern

Ein weiterer wichtiger Punkt in meiner Bucket List, der auf keinen Fall fehlen darf! Denn ich gehe nach Neuseeland mit einem bestimmten Ziel vor Augen: Ich möchte mehr über mich selbst lernen und über mich hinauswachsen, so dass ich am Ende meiner Reise mehr darüber weiß in welche Richtung ich mich persönlich und beruflich weiterentwickeln möchte.
In meinem Blogartikel „Ungewisse Reise“ könnt ihr nachlesen, dass es für mich schon immer schwierig war zu wissen, welchen Lebensweg ich einschlagen möchte.
Vor knapp drei Jahren begann meine persönliche Reise mit meinem Work & Travel Aufenthalt in Australien, wo ich bereits unglaublich viel lernen konnte.
Dadurch habe ich erfahren, dass Reisen eine tolle Möglichkeit ist, um Antworten auf alle möglichen Fragen im Leben zu finden.
Und welche Antworten ich während meiner nächsten Reise finden werde, könnt ihr schon bald hier nachlesen. Ich hoffe, ihr werdet mich auf dieser spannenden Reise begleiten!

Falls ihr noch Tipps für meine Bucket List habt, schreibt es gerne in die Kommentare! Ich freue mich über jede Anregung.

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Und vielen Dank an Kathie und Romeo von  sommertagen.com, die so nett waren und mir ihre Bilder für diesen Blogeintrag zur Verfügung gestellt haben! Auf ihrem Reiseblog findet ihr unter anderem tolle Blogeinträge mit hilfreichen Tipps für eure Reise nach Neuseeland und natürlich noch viele weitere tolle Reiseberichte aus der ganzen Welt.
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Meine Highlights in Maastricht!

– Tagestrip nach Maastricht –

Maastricht ist bekannt für seine Universitäten, mittelalterliche Architektur und für seine zahlreichen Geschäfte – daher ist es ein wahres Shoppingparadies.
Da ich tatsächlich nicht gerne einkaufen gehe (zu viel Stress und die große Auswahl überfordert mich immer), habe ich es so wie immer gemacht: Die Stadt erkundet, Sehenswürdigkeiten besucht und natürlich hielt ich wie immer Ausschau nach schönen, gemütlichen Cafés.

Bei meinem ersten Besuch in Maastricht fuhr ich in die Innenstadt, um einen Parkplatz zu finden. Ein fieser Fehler, denn man muss pro Stunde schlappe 4 € zahlen! Das empfand ich als ein wenig zu teuer und deshalb nahm ich mir vor beim nächsten Mal einen kostenlosen Parkplatz zu suchen.
In der Stadt, nahe dem Zentrum, gibt es einige Park & Walk Gebiete, wo man 6-8 € am Tag zahlen muss, was bereits wesentlich günstiger ist, als die Parkplätze im Zentrum.
Und wer es gerne noch günstiger haben möchte, fährt zu einem Park & Ride Parkplatz. Diese sind ein wenig außerhalb der Stadt. Aber am P & R in Maastricht Noord gibt es direkt eine Zugverbindung und man ist innerhalb von 3 Minuten in der Stadt! Man muss lediglich 2,46 € für jeweils eine Fahrt bezahlen.

Die Dominicanenkirche mit integriertem Café und Buchhandlung!

Mein Freund und ich machten uns zunächst auf zur Dominicanenkirche, die zu einem Café und Buchhandlung umfunktioniert wurde. Ein ziemlich ungewohnter Anblick, wenn man in eine Kirche hineingeht und plötzlich Bücher vor sich hat!
Es gibt in der 1. Etage englische Bücher und auch ein Regal mit deutschen Büchern. Leider bin ich der niederländischen Sprache nicht mächtig und musste mit diesen Büchern vorlieb nehmen.

Kurze Kaffeepause

Nach dem Besuch in der Kirche machten wir uns auf den Weg zum veganen Café „Kafethéa„. Als wir dort ankamen, mussten wir leider feststellen, dass es geschlossen war! An der Tür prangte ein Schild mit der Information, dass die Besitzerin im Urlaub sei. Aber da ich bei meinem ersten Besuch dem Café einen Besuch abgestattet hatte, könnt ihr noch diesen veganen Muffin bewundern.
Die Glasur hat richtig gut geschmeckt, aber leider war der Teig nicht so fluffig, wie ich ihn gerne gehabt hätte.
Also machten wir uns auf die Suche zum nächsten Café, dass auch Sojamilch im Angebot hatte. Nachdem wir einige Cafés abgeklappert hatten, wurden wir schließlich im „Bagels in Beans“ fündig. Das Café hat zusätzlich einige vegane Bagels und verschiedene, vegane Getränke im Angebot.

Einfach mal die Seele baumeln lassen

Danach spazierten wir durch die Gegend und beschlossen zum Stadtpark zu wandern, um uns mit unserer Picknickdecke eine Weile hinzulegen und zu entspannen. Denn was ist besser als im Sommer faul auf der Wiese zu liegen, den Vögeln zu lauschen und seinen Gedanken nachzuhängen?
Schließlich beschlossen wir noch ein Stückchen weiterzugehen und kamen nach ca. 15 Minuten am Waldeckpark aus. Leider waren auf dem Weg bis dorthin viele Bauarbeiten, so dass die Umgebung ein wenig verunstaltet war, aber dennoch war es richtig entspannend durch die Straßen, die von Bäumen gezäumt waren, entlang zu wandern.

Sankt Serviatiusbrücke

Auf dem Rückweg zur Innenstadt fotografierte ich die Sankt Serviatiusbrücke, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Daher ist sie wahrscheinlich eine der ältesten Brücken in Holland und somit eins der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Maastricht. Daher ein Must-See, wenn man Maastricht erkunden will.

Ich hoffe, dass euch mein Blogeintrag inspiriert hat und lasst gerne in den Kommentaren weitere Tipps für Must-Sees und Aktivitäten da!

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„Gamechanger“ Interview: 1 Jahr ohne Social Media!

– Interview mit Jan Rein –

 

Am Anfang des Jahres entschied sich der Autor und Blogger Jan Rein 365 Tage auf Instagram, Facebook, Twitter, Snapchat und LinkedIn zu verzichten, nachdem er unter anderem das Gefühl hatte, seine Zeit sinnlos mit der Nutzung von Social Media zu verschwenden.

In seinen Podcast-Folgen „Bewusst online sein“ und auf seiner Website geht es darum, warum ein bewusster Umgang mit den sozialen Netzwerken in der heutigen Zeit von Nöten ist, in welcher Weise uns soziale Netzwerke beeinflussen und welchen Nutzen er mit seiner Abstinenz erzielen möchte. Und natürlich noch weitere, interessante Gedankengänge.

Um einen tieferen Einblick in dieses Thema zu erhalten, bat ich ihn um ein Interview:

1.Auf welche Weise hat Dich Social Media negativ beeinflusst?
Es ist nicht so, als wären meine Erfahrungen mit Social Media nur negativ. Ich habe den Kontakt zur Community von semperveganis (jetzt sattesache.de) sehr genossen und viele nette Menschen kennengelernt. Aber irgendwann wurde es mir zu laut. Zu viel. Zu fremd. Nach dem Tod meines Vaters wollte ich mehr Ruhe, brauchte mehr Zeit für mich.

Ich hatte das Gefühl (und es sollte sich als begründet herausstellen), einfach zu viel Zeit passiv und sinnfrei zu vergeuden. Vielleicht kennst du das: Du ertappst dich irgendwann dabei, wie du durch deinen Newsfeed scrollst ohne irgendwas wahrzunehmen. So ging es mir immer öfter – und ich fasste den Entschluss: Ich brauche einen 12-monatigen Social Media Entzug. Einen Neustart sozusagen. Und bisher habe ich keine Sekunde bereut.

2. Was stört Dich am Meisten an den sozialen Netzwerken?

Schwierig zu sagen. Nicht, weil mich so vieles stört, sondern weil die Frage nach einer differenzierten Antwort verlangt. Digitale soziale Netzwerke bestehen in erster Linie aus Menschen. Und da bin ich der Meinung: Kommen genug Menschen zusammen, gibt es immer ein paar Idioten, die rechte Parolen grölen, auf Ausländer schimpfen und Menschen diskriminieren. Genauso gibt es Menschen, die andere inspirieren, einen nachhaltigen Lebensstil vorleben und dergleichen.

Mir ist wichtig, dass meine Artikel und Podcasts nicht den Eindruck erwecken, Social Media sei vollkommener Müll. Aber (es gibt immer ein Aber) mich stören die doch weit verbreitete falsche Darstellung des eigenen Lebens, vorgespielte Authentizität, aber vor allem: das ständige Vergleichen. Dadurch, dass Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat und YouTube ihren Nutzern Zahlen auf die Stirn schreiben (Follower, Likes, Kommentare, Shares etc.), ist das Vergleichen natürlich so leicht wie nie. Aber auch so falsch wie nie.
Eine Person ist aber mehr als Follower, Likes, Kommentare und Shares. Manche kommen online besser an als andere, die offline vielleicht interessanter sind. Wir sind mehr als die Summe unserer Follower – und das müssen wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen.
3. Was würdest Du gerne in der Gesellschaft bezüglich des Medienverhaltens ändern, wenn Du könntest?

Ich appelliere in meinem Blog und Podcast an die Eigenverantwortung. Das Digitale – und dazu gehören soziale Netzwerke – sind ja nicht per se schlecht. Wir müssen aber lernen, sie so sinnvoll wie möglich zu nutzen ohne dass sie unseren Beziehungen, unserer Gesundheit und unserem Verstand schaden.

Deshalb glaube ich, dass zum ersten Schritt zu einem selbstbestimmten Leben im digitalen Zeitalter Selbstverantwortung und Achtsamkeit gehören. Selbstverantwortung heißt: Nicht die Schuld Facebook, Google, Politiker usw. zuschreiben, sondern das eigene Verhalten beobachten und anpassen. Wo wir beim Thema Achtsamkeit sind. Eigentlich mag ich den Begriff ja gar nicht, weil er so vielfältig genutzt wird, dass viele gar nicht wissen, was es eigentlich heißt. Ich würde sagen, Achtsamkeit ist den Moment wahrzunehmen und sich selbst in einem größeren Kontext einzuordnen.
Übersetzt auf das Medienverhalten heißt das:
  1. Frage dich, was du warum eigentlich gerade nutzt: Warum nutze ich Instagram gerade? Will ich mich ablenken, vor Problemen flüchten oder lernen und Neues entdecken?
  2. Frage dich, wie du dich dabei fühlst. Geht es mir gut oder schlecht damit? Werde ich ängstlich, verstärken sich meine Komplexe, fühle ich Neid und Missgunst? Oder werde ich inspiriert und tanke Motivation?
Wenn die Menschen diese beiden simplen Fragen öfter stellen würden, wäre das eine super Sache.
4. Was ist Dein wichtigstes Ziel, das Du mit deinen Podcast-Folgen erreichen möchtest?

Für einen bewussten Umgang mit unseren Smartphones, mit Social Media, dem Internet und allen technologischen Entwicklungen, die da noch kommen, plädieren. Ich bin nicht gegen die Digitalisierung – ganz im Gegenteil sehe ich große Chancen –, aber ich bin dagegen, dass wir unseren Alltag von Technologie bestimmen lassen, Beziehungen ohne digitale Geräte kaum noch stattfinden und uns im Allgemeinen von Technologie benutzen lassen.

5. Welchen Ratschlag würdest Du anderen geben, die mit Social Media bewusster umgehen wollen, aber noch nicht genau wissen, wie sie das anstellen sollen? Hast Du eventuell sogar einen Buchtipp?

Fang mit den beiden Fragen an, die ich oben vorgestellt habe. Außerdem finde ich es sinnvoll, mal zu messen, wie viel Zeit man am Smartphone verbringt (z. B. mit der App „Moment“) und regelmäßig den Newsfeed anzupassen. Also frage dich: Folge ich Person, Marke oder Organisation X aus einem bestimmten Grund? Wenn ja, aus welchem? Bereichert es mich, dieser Person, Marke oder Organisation zu folgen?

 
Buchtipps:
 „Leben 3.0: Mensch sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz“ von Max Tegmark
„Mensch und Maschine“ von Tomas Ramge
„Die subtile Kunst des Darauf scheißens“ von Mark Manson
„Von der Kürze des Lebens“ von Seneca
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Jan Rein ist studierter Ökotrophologe, Buchautor („Das Pups-Tabu“; Heyne), Blogger und Podcaster. Er verzichtet als ehemaliger Nischen-Influencer für 12 Monate auf Social Media und spricht in seinem Podcast „Bewusst online sein“ (auch bei Spotify) über ein selbstbestimmtes Leben im digitalen Zeitalter.
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Ruhige Momente in einer lauten Welt

-Inspiration für ein achtsames Leben-

Wir leben in einer lauten Welt, die viel von uns abverlangt. Besonders im hektischen Alltag fällt es schwer innere Ruhe zu erlangen. Und wieso?

Durch die Digitalisierung sind wir Reize ausgesetzt, die ständig auf uns niederprasseln. Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter und die eingehenden Nachrichten und Pop-Ups lenken uns im Minutentakt ab. Und abends, wenn wir in Ruhe entpannen wollen, schalten wir den Fernseher an und wieder werden wir mit Informationen überflutet. Im Endeffekt war es das mit der Entspannung.

Der stressige Arbeitsalltag fordert ebenfalls seinen Tribut. Es fängt bereits morgens an, wenn wir hektisch alles zusammen suchen, was wir für den Tag brauchen und eilig zum Bus hetzen, um diesen noch zu erwischen. Oder wir sitzen im Auto und müssen uns mit ungeduldigen Personen im Straßenverkehr rumschlagen und wenn wir im Stau stehen, wird uns auch der letzte Nerv geraubt.

Die Ideale der Gesellschaft beeinflussen uns unbewusst, denn diese werden fortwährend in der Werbung, im Fernsehen und in sozialen Netzwerken ausgestrahlt. Sie animieren uns zum kaufen und liken: Wir wollen auch unbedingt schön sein, Erfolg feiern und Reichtum erlangen. Wir denken, dass wir unsere Unpässlichkeiten mit harter Arbeit und Geld wegzaubern können, damit wir auch zur glücklichen Elite gehören.

Daher bleiben ruhige Momente, die uns entspannen und zur Ruhe kommen lassen, auf der Strecke. Für sie ist kein Platz in unserer leistungsorientieren Gesellschaft.
Aber es ist ungemein wichtig, denn nur im entspannten Zustand können wir unsere Kreativität entfalten und auf neue Ideen kommen.

Wir sollten mehr darauf achten, wie es uns geht und was wir im hektischen Alltag wirklich brauchen. Dies kann man aber nicht allgemein beantworten, weil jeder individuelle Bedürfnisse und Ansichten hat. Aber man kann definitiv sagen, dass man jeden Tag bewusst ruhige Momente in seinen Alltag einbauen sollte, um von all dem Stress abschalten zu können.

Diese ruhigen Momente sollen uns vor Augen führen, was wirklich wichtig im Leben ist.

Ich baue Entspannung in meinen Alltag ein, indem ich darauf achte, mir Zeit für meine Interessen und Bedürfnisse zu nehmen.

Nichts ist für mich entspannter als mit einem guten Buch unter einem Baum oder auf der Wiese zu liegen. Oder mit Freunden draußen zu picknicken oder am Lagerfeuer zu sitzen und nichts zu tun. Und Spaziergänge in der Natur lassen mich auch zur Ruhe kommen, wenn ich die Umgebung bewusst wahrnehme und innehalte.

Die Einfachheit der Dinge lassen mich spüren, was wirklich glücklich macht und wie unsinnig all die Anforderungen dieser lauten Welt sind.

As you create your reality make sure to paint outside the lines
Observe everything but trust your inner eye
Listen to the wisdom of nature and your full potential will arise
It’s easy to get lost in a world of illusion
But remember the heart will never be filled by artificial substitutions
If you were to design a reality for a stranger what world would you create?
Perhaps all parallel worlds circle back to our current state

Zitat von Allie Michellel

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6 Business Ratschläge, die ich von #Girlboss lernen konnte

Seitdem ich das Buch #Girlboss von Sophia Amoruso gelesen habe, bewundere ich die Gründerin des Online-Shops „Nasty Gal“. Ich finde es einfach unglaublich, wie sie ganz alleine und ohne Kenntnisse loslegte und schließlich ein millionenschweres Unternehmen aufbaute. Es ist zwar vor einigen Jahren in die Insolvenz gegangen,  aber sie konnte mithilfe ihres Buches ein neues Unternehmen starten, womit sie mittlerweile auch sehr erfolgreich ist.

Daher finde ich die Autorin von „#Girlboss“ äußerst faszinierend und inspirierend. Nachdem ich ihr Buch zwei Mal gelesen hatte, ging ich dazu über mir etliche ihrer Interviews auf Youtube anzuschauen, damit ich noch einen besseren Eindruck von ihr und ihrer Arbeitsweise erhalten konnte. Denn ich wollte wissen, wie sie es geschafft hat, dies alles zu erreichen.

Ich bin besonders von ihrer Persönlichkeit (sie ist der Inbegriff von ‚badass‘), ihrem Tatendrang und ihrem Charme inspiriert und ich finde, dass man von ihr einiges lernen kann. Besonders wenn man sich ebenfalls selbstständig machen möchte.

Aus diesem Grund habe ich 9 Tipps gesammelt, die Dich auch zum „Girlboss“ machen und Du somit deine Ziele, sei es beruflich oder anderer Natur, erreichen kannst.

1. Fokus setzen
Nimm dein Handy und werfe es sofort in die nächste Ecke! Denn Smartphones sind die größte Ablenkung unserer Zeit und es ist verdammt schwierig mit seiner Arbeit voran zu kommen, wenn man nie vollkommen bei der Sache ist, da die Augen ständig zum Display wandern. Hier kannst Du nachlesen, warum Smartphones wegen der Benutzung von Social Media auch gefährlich sein können und hier kommst Du zu meinem Beitrag, wie du in 6 Schritten mehr Disziplin erreichen kannst.
Nur wenn du diese Grundlagen und zwar Konzentration und Disziplin gemeistert hast, ist es viel wahrscheinlicher die eigenen Träume und Ziele zu verwirklichen.
So, dann hätten wir das Wichtigste schon einmal geklärt: Man kann keine Ziele erreichen, wenn man ständig abgelenkt ist, sich nicht konzentrieren kann und man nicht die nötige Disziplin aufbringen kann, um wichtige Arbeit anzugehen.
Diesen Tipp kann man in allen möglichen Lebenslagen anwenden. Auch ist damit gemeint, dass man sich auf die positiven Aspekte seines Lebens fokussieren sollte, anstatt auf die Dinge, die man gar nicht in seinem Leben haben will. Sophia Amoruso wendet dies erfolgreich an, denn sie weiß, was passiert, wenn man den Fokus auf die positiven Dinge legt, die einem im Leben weiterbringen.

2. Vergleiche dich nur mit dir selbst
Wer begeht nicht den Fehler und vergleicht sich mit anderen, wie absurd dieser Vergleich auch sein mag? Ich denke, dass man dies nicht immer verhindern kann und dies ein automatischer Gedankengang sein kann, der sich im Unterbewusstsein abspielt. Aber jedes Mal, wenn man sich dabei erwischt, wie man sich abermals mit anderen vergleicht, sollte man sich daran erinnern, das dies quasi pures Gift ist. Um das auszugleichen, führe ich mir vor Augen, was ich bislang alles erreicht und geschafft habe, wovon ich vor 5 Jahren dachte, es sei beinahe unmöglich dies zu schaffen.
Sophia konzentrierte sich stattdessen auf ihr eigenes Leben und da sie sich nicht mit anderen verglich, schaffte sie es, ihrem eigenen Stil treu zu bleiben, so dass ihr Unternehmen „Nasty Gal“ unverwechselbar wurde.

3. Gehe deinen eigenen Weg
Jeder hat natürlich eigene Vorlieben, Interessen und Leidenschaften, so dass auch jeder seinen eigenen Weg im Berufsleben finden muss. Ich denke mal, dass die Meisten total zufrieden sind mit dem gängigen Berufsweg und damit meine ich:  Zuerst Schule, im Anschluss folgt das Studium oder die Ausbildung und schließlich fängt man an zu arbeiten.
Nicht alle passen in diesen starren Lebensweg, wie zum Beispiel Sophia Amoruso. Und ich gehöre definitiv auch dazu, denn wir haben uns nach der Schule beide für einen anderen Weg entschieden. Ich habe nach der Schule keine Ausbildung oder Studium angefangen, da ich überhaupt keinen Plan davon hatte, was mich beruflich interessiert. Deshalb machte ich ein Praktikum, ein freiwilliges soziales Jahr und war danach 14 Monate in Australien. Während ich in Australien eine schöne Zeit hatte und mich persönlich weiterentwickelte, sah ich auf Facebook, wie meine Freunde und Bekannten ihre Abschlüsse feierten und den traditionellen Berufsweg weitergingen. (In meinem Blogeintrag „Ungewisse Reise“ gehe ich darüber mehr in die Tiefe.)
Für viele mag dies vollkommen zufriedenstellend sein, aber  leider trifft dies nicht auf alle zu. Und es ist vollkommen in Ordnung einen komplett anderen Weg einzuschlagen, der vom Durchschnitt abweicht.
Nur indem ich meinen eigenen Weg gegangen bin und mit verschiedenen Berufen experimentierte, konnte ich herausfinden, was mir lag und was ich absolut hasste und wodrin ich überhaupt kein Talent besaß (Hier könnt ihr mehr darüber lesen.)
So erging es auch Sophia Amoruso und sie schildert in ihrem Buch das Gleiche, nämlich dass sie mit verschiedenen Berufen experimentieren musste, bis sie das Richtige für sich fand. Hätte sie den gängigen Berufsweg eingeschlagen, wäre sie wohl nie auf die Idee gekommen ihr eigenes Unternehmen zu starten.

4. Risiken eingehen
Wenn man immer nur versucht auf der sicheren Seite zu bleiben, wird man wohl niemals große Sprünge schaffen.
Wenn man neue Möglichkeiten ausprobiert und nicht den „sicheren Weg“ geht (was wiederum subjektiv zu betrachten ist), bekommt man sicherlich andere Resultate, aus denen man einiges lernen kann. Entweder es gelingt oder man lernt eben aus den begangenen Fehlern und nur so weiß man, was definitiv nicht klappt.

5. Hinterlasse einen einprägsamen Eindruck
Damit Leute auf den eigenen Blog oder dergleichen aufmerksam werden, sollte man einen einprägsamen Eindruck hinterlassen. Zuerst wollte ich diesen Ratschlag weglassen, da ich selbst noch nicht genau diesen „einprägsamen Eindruck“ für mich selbst gefunden habe, aber ich arbeite definitiv daran und es ist nur eine Sache der Zeit, bis ich einen Stil gefunden habe, der mich am Besten widerspiegelt.
Dabei ist es wichtig authentisch zu bleiben und sich auf keinen Fall dem gängigen Trend anzupassen (außer natürlich, dass es die authentischste Variante für einen selbst wäre), denn dadurch geht man in der Menge unter.
Sophia schaffte dies, indem sie einen speziellen „Nasty Gal Style“ entwickelte, der sich von der Masse abhob. Nur indem sie dies machte, verschwand sie nicht direkt wieder unter den unzähligen anderen Marken.
Dazu fällt mir ein, dass ich vor Kurzem ein Podcast mit dem Gründer der „True Fruits – Smoothies“ hörte und dieser beschreibt exakt das Gleiche. Am Anfang seines Start-Ups überlegten sie, wie sie aus der Masse herausstechen konnten. Bislang gab es Smoothies nur in Plastikflaschen und diese erhielten zusätzlich Konservierungsstoffe, damit der Smoothie möglichst lange frisch aussah. Und dagegen entschieden sich die Start-Up Gründer und wählten den schwierigeren Weg: Sie nahmen Glasflaschen und entschieden sich gegen jegliche Zusatzstoffe, so dass die Produktion schwieriger wurde. Und was geschah? Ihre Rechnung ging auf und sie haben dadurch einen immensen Erfolg.
Daher sollte man darauf achten mit den eigenen Ideen und Authentizität aus der Masse herauszustechen, um somit einen einprägsamen Eindruck zu hinterlassen.

6. You don’t get what you don’t ask for
Ich liebe dieses Zitat von Sophia Amoruso! Ich schrecke oft vor neuen Möglichkeiten und Chancen zurück, weil ich Angst habe, ich könnte etwas falsch machen oder mich blamieren. Aber diese Denkweise ist ziemlich ineffektiv, weil man sich dadurch so viel im Leben verbaut. Deshalb habe ich es mir angewöhnt mutig zu sein und vieles einfach zu machen, ohne länger darüber nachzudenken. Dadurch haben sich für mich schon einige Türen geöffnet.
Sophia hatte am Anfang ihrer Karriere diese Wahl: Still in ihrem Zimmer sitzen oder rausgehen, um Investoren für ihr Unternehmen zu finden. Sie hat sich für letzteres entschieden, obwohl sie des Öfteren Absagen kassieren musste. Aber schließlich bekam sie genau das, was sie wollte. Denn dies ist wohl der vielversprechendste Weg, den man einschlagen kann: Mutig sein, auf andere zugehen und sich für das einsetzen, was man für seinen (beruflichen) Erfolg braucht.

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6 Schritte, um mehr Disziplin zu erlangen

Wer kennt es nicht… eigentlich wollte man 3 Stunden diszipliniert lernen, aber aus irgendeinem Grund klappt es nicht. Ständig start man aufs Handy, unterbricht sich selbst, weil man noch was Essen möchte und am Ende hat man das Gefühl nichts geschafft zu haben. Oder man fängt gar nicht erst an, weil es so furchtbar langweilig ist.

Lange Zeit hatte ich damit ernorme Schwierigkeiten und oft kommt es zurück: Undiszipliniertheit. Oder auch: Der innere Schweinehund siegt.
Ich habe selbst gespürt, wie frustierend es ist, wenn man sich einfach nicht zusammenreißen kann. Wenn man einfach jedes Mal nachgibt, weil der innere Schweinehund wieder gerufen hat.

Ich musste dadurch lernen, dass man am Ende noch unglücklicher ist, weil man weiß, dass die anstehende Arbeit sich nur verzögert. Man muss sie immer noch erledigen und nichts hat sich daran geändert. Dieses Gefühl ist um einiges schlimmer, als wenn man die Zähne zusammen gebissen und sich einfach an die Arbeit gemacht hätte.

Mit und mit habe ich ein paar Strategien entwickelt, damit es mir leichter gelingt diszipliniert am Ball zu bleiben. Denn diszipliniert zu sein bedeutet lediglich, dass man sein Verhalten auf längere Sicht kontrollieren kann, damit man am Ende sein Ziel erreicht.
Disziplin ist um einiges wichtiger als Motivation, denn Motivation ist ein vergängliches Gefühl wohingegen eine trainierte Disziplin bestand hat und man es immer anwenden kann.

1. Sich auf Ziele fokussieren

Es ist zunächst einmal enorm wichtig, dass man überhaupt weiß, warum man überhaupt Disziplin erlernen möchte. Möchte man seine Lebensträume umsetzen oder macht man es, weil andere es von einem verlangen?
Wenn man weiß, welche tollen Ziele man am Ende vor sich hat, fällt es einem leichter diszipliniert zu bleiben. Aber wenn man es hingegen für andere macht, wird man von vornerein nicht viel Willenskraft aufbringen können.
Daher ist es sinnvoll sich darüber klar zu werden, was man selbst damit erreichen möchte.
Dazu gibt es eine gute Übung, die darin besteht, dass man sein „ideales Traumleben“ auf ein Blatt Papier aufschreibt. Man kann ruhig ausschweifen und alles in den herrlichsten Farben ausmalen. Und nun kann man damit Ziele ableiten, die man in seinem Alltag umsetzen kann. Am Besten ist es, wenn man die einzelnen Ziele so konkret wie möglich aufschreibt und sie in drei Kategorien aufteilt: Kurzfristig (bis zu 12 Monate), mittelfristig (bis zu 5 Jahre) und langfristig (bis zu 10 Jahre).
Dadurch hat man schon mal einen guten Wegweiser, um die nötige Willenskraft aufzubauen.

2. Den inneren Schweinehund in kleinen Schritten bezwingen

Wenn man nun seine Ziele aufgeschrieben hat, kommt es einem ziemlich gewaltig vor und man fragt sich, wie man jemals dahin kommen sollte. Und *puff*, da war die Disziplin schon weg und man greift zur nächsten Chipstüte und legt sich aufs… Halt! Nicht so schnell.
Da die eigenen Ziele am Anfang angsteinflößend erscheinen, ist es wichtig sich kleinere Zwischenziele zu überlegen.
Wenn man zum Beispiel seine Ernährung umstellen möchte, wäre es sinnvoll, wenn man sich folgende Ziele zunächst aufschreibt:
1. Sich über Ernährung informieren
2. Anhand der Informationen einen Ernährungsplan erstellen
3. Lebensmittel kaufen
4. Einen Tag pro Woche gesund kochen
5. Drei Tage pro Woche gesund kochen und so weiter

3. Erfolge feiern

Es ist wohl ein langer, steiniger Weg bis man wirklich eine eiserne Disziplin vorweisen kann, aber es wird sich defintiv lohnen. Daher sollte man sich am Anfang nicht zu viel vornehmen und nicht zu viel von sich selbst verlangen, denn wenn man zu viel Druck aufbaut, geht es meistens nach hinten los.
Wie jede andere Fähigkeit muss man auch diese trainieren. Dazu kann man ein kleines Erfolgstagebuch führen und sich alle kleinen und großen Erfolge aufschreiben, damit nochmal durchblättern kann, wenn man ein Tief hat.

4. Die fünf Sekunden Regel

Als ich das Video „The Secret to Self-Motivation“ sah, war ich zunächst verblüfft, dass so ein einfacher Trick tatsächlich klappt. Mel Robbins erklärt in diesem Video, dass sie sich mithilfe dieser Regel aus einem absoluten Tief retten konnte. Dieser Trick besteht darin, dass man ab 5 runterzählt… 5..4..3..2..1.. und dann einfach mit der Tätigkeit anfängt, ohne vorher darüber nachzudenken.
Das habe ich morgens ausprobiert, als mein Wecker klingelte und ich wie immer nicht wirklich aufstehen wollte, weil ich noch unglaublich müde war. Ich zählte langsam bis 1 runter und schwupps, stand ich auf einmal neben dem Bett. Jedes Mal wenn ich diesen Trick morgens anwende, bin ich so schnell aus dem Bett, wie sonst nie.

5. Sich Belohnungen gönnen

Bevor man anfängt sich an die Arbeit zu machen, um seinem Ziel ein Stück näher zu kommen, sollte man sich überlegen, welche Belohnung man sich selbst gönnen könnte.
Vor kurzem habe ich vier wichtige Abschlussprüfungen geschrieben und nach jeder abgeschlossenen Prüfung bin ich in die Stadt gefahren und habe mir ein Buch, Süßigkeiten oder dergleichen gekauft.
Dadurch koppelt man einen unangenehmen Reiz (Prüfung) mit einer angenehmen Belohnung, so dass man sich selbst darauf konditioniert denn unangenehmen Reiz nicht mehr als allzu schlimm zu empfinden, denn am Ende wartet eine Belohnung.

6. Ablenkungen ausschalten

Zuerst sollte man herausfinden, was die größten Ablenkungen für einen selbst darstellen, die einen von der bevorstehenden Aufgabe abhalten.
Für mich ist dies ganz eindeutig mein Handy, weil ich ständig auf Social Media unterwegs bin und ich nur schwer die Finger davon lassen kann. Hier habe ich über die unterschätzten Gefahren von Social Media einen Blogeintrag geschrieben.
Und mich lenkt es enorm ab, wenn Leute um mich herumschwirren und irgendwas von mir wollen. Deswegen ziehe ich mich gerne in ein Zimmer zurück, in dem ich allein sein kann, sage jedem, dass ich für eine gewisse Zeit nicht gestört werden möchte und lege mir alles bereit, was ich brauche. Mein Handy schalte ich vorher natürlich aus und lege es dahin, wo ich es nicht sehen kann.

Ich hoffe, dass meine 6 Tipps hilfreich waren und du diese in deinem Alltag integrieren kannst, damit du Schritt für Schritt mehr Disziplin aufbauen kannst.

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Social Media – Unterschätzte Gefahr?

Ein Leben ohne Soziale Medien… ist das überhaupt noch möglich? Ist so ein Leben noch lebenswert? Und was macht man mit den 3 Stunden, die man durchschnittlich für das durchscrollen von sozialen Netzwerken genutzt hätte?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich Jan Rein in seinen Podcast-Folgen „Bewusst online sein„. Ich finde seinen Podcast, der unter anderem davon handelt, dass er ein ganzes Jahr auf Social-Media Entzug ist, sehr inspirierend. Das hat mich dazu angeregt, mir endlich mehr Gedanken über meinen eigenen Medienkonsum zu machen und was dies eigentlich alles auslösen kann.

Ich habe mir lange Zeit nicht bewusst Gedanken darüber gemacht, dass es auch schädlich sein kann, wenn man in sozialen Netzwerken oder generell im Internet zu viel Zeit verbringt. Ich hatte nicht wirklich Lust mein Konsumverhalten zu überdenken, weil der Reiz danach viel stärker war.

Ich würde sogar sagen, dass ich süchtig danach bin, denn ich kann nicht mal einen Tag ohne soziale Netzwerke auskommen! Es wurde bereits herausgefunden, dass die stimulierenden Reize süchtig machen können, denn jedes Mal, wenn eine neue Nachricht oder Pop-Up auf dem Display zu sehen ist, wird das Glückshormon Dopamin im Gehirn ausgeschüttet und davon will man automatisch mehr haben.

Kontrollierst du dein Handy oder kontrolliert dein Handy dich?

Aber schon als Jugendliche fing es damit an, dass ich übermäßig viel Zeit im Internet verbrachte, sodass ich in meiner Freizeit sehr häufig bis zu 10 Stunden vor dem PC saß!
Wenn man mit so einem schlechten Konsumverhalten aufwächst, ist es nur logisch, dass es sich bei mir später fortsetzte und zwar mit den sozialen Netzwerken.
Ich bin mir sicher (hoffentlich), dass die Meisten soziale Netzwerke nicht so exzessiv nutzen, aber dennoch sind drei Stunden, die der Durchschnitt mit sozialen Medien verbringt, sehr viel.

Wenn man sogenannten „Influencern“, Beauty-Gurus und wie sie nicht alle heißen auf diversen Plattformen folgt, sieht man ununterbrochen die schönen, perfekten und aufgestylten Highlights ihres Lebens. Ich denke mal, dass mittlerweile jeder davon gelesen hat, dass es nun mal nur „Highlights“ sind. Aber ich finde, obwohl man sich dessen bewusst sein mag, verfällt man dennoch diesem Glanz. Man vergleicht sich im Unterbewusstsein automatisch mit ihnen und zurück bleibt ein stumpfes Gefühl der Unterlegenheit und Minderwertig.

Gleichzeitig sieht man die Schönheitsideale, Werte und Lebensziele anderer Menschen und mit und mit beginnt man dies zu verinnerlichen. Damit habe ich definitiv schon Erfahrung gemacht, denn es hat mich enorm beeinflusst all die durchtrainierten Frauen auf Instagram zu sehen. Auf einmal wollte ich auch dazugehören, meldete mich in einem Fitnessstudio an und trainierte was das Zeug hielt. Nur leider trainierte ich so hart, dass ich in einem Jahr so oft krank wurde wie noch nie zuvor, da ich mich immer überanstrengte ohne dies zu bemerken. Obwohl ich den Ratschlag der Instagramer beherzigte und zwar so hart und ausdauernd zu trainieren wie ich konnte. Die müssen es doch schließlich wissen oder? (SpoilerAlert: Nein, leider nicht, da die Meisten keine ausgebildeten Fitnesstrainer oder Ernährungsberater sind)

Es klingt zwar total lustig und ein wenig übertrieben, aber leider war es nicht mehr so witzig, als ich wochenlang krank im Bett lag. Daraus konnte ich eindeutig lernen, dass man nicht einfach irgendwelchen Leuten auf Instagram oder auf anderen Plattformen direkt Glauben schenken sollte. (Hier könnt ihr außerdem nachlesen, wie ich vom Internet sehr negativ in meinem Essverhalten beeinflusst wurde.) Und im Endeffekt hat mir das Training überhaupt nichts gebracht, da mein Körper durch die Überforderung und falsches Essverhalten, keine Muskeln aufbauen konnte.

Dies konnte ich so ähnlich an einer bekannten Influencerin beobachten, die sich einer Schönheits-OP (Brazilian Butt Lift) unterzog, da sie ständig auf Social Media dieses Schönheitsideal sah und sich daraufhin komplett minderwertig fühlte. In ihrem Video redet sie davon, wie sehr es sie beeinflusst hat, all die Frauen mit ihrer dünnen Taille und einem ‚juicy booty‘ (wie sie es nennt) zu sehen. Dem fügt sie an, dass es normalerweise nicht üblich ist eine besonders dünne Taille, aber dennoch einen ‚großen Booty‘ zu besitzen, denn von Natur aus haben dies nur die wenigsten Frauen. Aus diesem Grund würden viele berühmte Instagramer mit einer Schönheits-OP nachhelfen.

Zudem ist es eine enorme Zeitverschwendung. Ich greife ständig automatisch nach meinem Handy, obwohl ich viel wichtigere Dinge machen müsste. Aber ich sag mir: „Ach, nur eine kurze Pause“, obwohl schließlich eine Stunde draus wird und sich die Arbeit noch mehr anhäuft.
Und wenn man ständig seine Zeit damit verschwendet, wie man anderen zu schaut, wie sie ihr Leben leben, verpasst man demzufolge sein eigenes Leben. Wenn man drei Stunden täglich auf Social Media unterwegs ist, nutzt man nicht die Chance im eigenen Leben etwas zu erleben.
Das ist überspitzt gesagt, aber auf mich trifft das auf alle Fälle zu.

Und was mir seit längerer Zeit auf den Keks geht, ist die andauernde Schleichwerbung, der man ausgesetzt ist. Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn Instagramer Produkte vermarkten, da viele es als Beruf ausüben und sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber ich finde es nicht mehr so toll, wenn nur Produkte angepriesen werden, wohinter Tierversuche stecken und die allgemein schädlich für die Umwelt und Menschen sind.

Leider vermarkten die meisten erfolgreichen Accounts solche Produkte und all die jüngeren Mädchen, die ihnen folgen, rennen sehr wahrscheinlich direkt in den nächsten Laden, um sich das tolle, pfirsichduftende Shampoo, die angesagte Jeans oder das neue pinke, glitzernde Rouge zu kaufen, wofür billige Arbeitskräfte aus Bangladesch und etliche Mäuse und Ratten leiden mussten. Und dann bleibt das Produkt in der nächsten Ecke liegen, da es doch nicht so gut war, wie es auf Instagram angepriesen wurde und es landet mit dem restlichen Pröll in der Tonne. Und der ganze Plastikabfall landet wiederum in den Weltmeeren, wo es von Meereslebewesen versehentlich gegessen wird. Und was landet auf den Tellern der Beauty-Gurus? Ein Thunfischfilet voll mit Mikroplastik. Der Kreislauf des Konsums.

Da es also viel wichtigere Themen gibt für die man sich begeistern kann anstatt der Instagram-Welt zu verfallen, gibt es jetzt ein paar Tipps, damit man die Social-Media Sucht wieder loswird.

1.Feste Handy-Zeiten einplanen.
Damit man sein Handy nicht als Pause benutzt, sondern nur wenn man tatsächlich eine Pause einlegen sollte, ist es sinnvoll dies vorher zu planen. Man könnte sich vornehmen, dass man das Handy erst eine Stunde nach dem Aufstehen anmacht, damit man in Ruhe frühstücken kann ohne dabei ständig auf das Display zu starren. Und wenn man eine Pause einlegt, könnte man sich auf eine begrenzte Zeit festlegen. Also nur 20 Minuten auf Facebook, Instagram und co scrollen, anstatt sich eine komplette Stunde darin zu verlieren. Und 1-2 Stunden bevor man schlafen geht, sollte man ohnehin alle Geräte ausschalten, denn das blaue Licht, dass vom Handy und Fernsehen ausgestrahlt wird, hält uns künstlich wach. Durch das blaue Licht wird dem Gehirn signalisiert, dass es noch helllichter Tag ist und die Ausschüttung des einschläfernden Hormons Melatonin sinkt, wodurch der Körper im wachen Zustand bleibt.

2. Entfolgen
Lange Zeit bin ich etlichen Menschen auf Instagram gefolgt. Schauspieler, berühmte Influencer, Models und so weiter. Und jedes Mal wenn ich die App nach der Benutzung schloss, war ich danach schlechter drauf als vorher, denn ich fühlte mich überhaupt nicht mehr inspiriert. Ich fragte mich, warum ich nicht auch so ein Leben haben könnte und wie sie es nur hinbekommen so ein ‚perfektes‘ Leben zu führen. Klar, das Meiste sind schöne Highlights, aber man kann sicherlich nicht alles inszenieren.
Daher blieb mir nur eine Lösung: Allen entfolgen, die mich runterzogen! Stattdessen versuchte ich realistische, kreative Accounts zu finden, die mich aufbauten und inspirierten. Ich hatte schließlich nicht mehr das Gefühl jedes Mal in eine perfekte, von Schönheitsidealen besetzte Scheinwelt zu gelangen, sobald ich zum Handy griff.

3. Die gewonnene Zeit sinnvoll nutzen
Wenn man nun mehr Zeit hat, da man die Handynutzung eingeschränkt hat, sollte man anfangen sich neue Hobbys zu suchen. Denn wenn sonst nichts an seinen Lebensstil ändert, kann man die hinterlassene Leere nur füllen, indem man wieder zum Handy greift.
Früher habe ich richtig viel und gerne gelesen, aber als meine Zeit am Smartphone überhand nahm, ließ das Lesen allmählich nach und ich las über ein Jahr fast gar nichts mehr. Seit ein paar Monaten habe ich mein altes Hobby wieder aufgenommen und es fühlt sich richtig gut an, einfach nur mal in ein Buch zu versinken und in eine andere Welt einzutauchen.

4. Social Media Apps blockieren
Ich habe mir vor Kurzem die App ‚Selfcontrol‘ runtergeladen, die mich daran hindert meine geliebten Apps zu nutzen, damit ich disziplinierter an meiner Arbeit bleiben kann. Dabei kann ich angeben, wie lange die App gesperrt sein soll und ich kann festlegen, wie lange ich bestimmte Apps insgesamt am Tag benutzen möchte. Man kann zwar jeder Zeit die Sperre aufheben, aber jedes Mal wenn ich auf eine App tippe, kommt der Hinweis, dass es bis zu einer gewissen Uhrzeit blockiert ist. Das erinnert mich jedes Mal daran, dass ich mich zusammen reißen sollte, da es noch 1000 wichtigere Dinge gibt, mit denen man sich beschäftigen kann.

Ein Leben ohne Social Media kann man sich in der heutigen Welt nicht mehr vorstellen. Aber es liegt an uns, diese Netzwerke sinnvoll zu nutzen, so dass es nützlich, statt schädlich wird.

(Quellenangaben: 3 Stunden Social Media am TagAusschüttung des GlückshormonsSchönheits-OP aufgrund von Instagram; blaues Licht hat Einfluss auf unseren Schlaf)

 

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Work & Travel in Australien – 6 Fehler, die man vermeiden sollte

Als ich 19 Jahre alt war, startete ich alleine in mein Work & Travel Abenteuer in Australien, welches 14 Monate andauerte! Vor meiner Reise hatte ich noch absolut keine Ahnung, wie sehr mich diese Reise verändern und was ich alles erleben würde.
Aus diesem Grund habe ich natürlich während der Planung, die ich selbst organisierte und schließlich während der Reise, so einiges falsch gemacht.

Bald werde ich meinen zweiten Work & Travel Aufenthalt in Neuseeland antreten, aber dieses Mal werde ich auf keinen Fall die gleichen Fehler machen, die ich damals begangen habe.
Zwar konnte ich einiges aus meinen Fehlern lernen, aber mehr als 1x muss es dann doch nicht sein.

Ich hoffe, dass euch meine Fehler inspirieren und zum Nachdenken anregen!

Melbourne – Australien

1.Unnötige Sachen kaufen, die ich nicht brauche
Vor meiner Reise nutzte ich einige Internetseiten, die mir super bei der Planung halfen. Aber leider gewann ich dadurch den Eindruck, dass ich unbedingt einen typischen Backpacker-Rucksack und Wanderstiefel benötigen würde, obwohl ich nicht vorhatte in Australien eine längere Zeit wandern zu gehen.
Da ich die Meiste Zeit in Städten verbrachte und mich mit dem Bus, Flugzeug und Auto fortbewegte, wäre mir ein Koffer 1000x lieber gewesen. Stattdessen musste ich mit meinem schweren Rucksack auf den Schultern umher wandern. Am Anfang war es noch kein Problem, weil der Rucksack grade einmal 9 kg wog, aber mit und mit häufte sich immer mehr an. Besonders, wenn ich eine Zeit lang am gleichen Ort blieb.
Ich habe diesen Rucksack besonders verflucht, als ich mit 20 kg auf den Schultern im tropischen Wetter bei fast 40 Grad rumgehen musste.
Und die Wanderstiefel landeten schließlich nach 4 Monaten im Secondhand-Laden, da sie im Rucksack zu viel Platz wegnahmen, zu warm waren und ich sie nicht brauchte, da ich nicht vorhatte im Himalaya zu wandern.
Schließlich zog ich nur noch Flip-Flops an, mit denen ich sogar in einem Nationalpark wandern ging! (Ob das zu empfehlen ist, ist wieder eine andere Sache)
Man sollte sich vorher also gut überlegen, was man während seiner Reise vorhat: Will man viel Zeit in der Natur verbringen oder ist man eher ein Stadtmensch?
Mein Tipp: Weniger ist mehr, denn vor Ort kann man sich alles Nötige kaufen. Falls man sich daher nicht sicher ist, ob man z.B. Wanderstiefel benötigt, sollte man mit dem Kauf warten.

2. Den Rückflug nicht im Voraus buchen
Ich las damals auf vielen Websiten, dass ein Open-Return Ticket ein Must für jedes Work & Travel Jahr wäre. Als ich damals zu einem Reisebüro ging, die die Flüge für mich buchten, fragte ich nach diesem Open-Return Ticket, wovon die Angestellte bislang nichts gehört und deshalb auch nicht im Angebot hatte.
Ich dachte aber, dass man unbedingt einen Rückflug brauchen würde, deshalb buchte ich schließlich einen und sie versicherte mir, dass ich diesen Flug jeder Zeit nach hinten verlegen könnte.
Wenn ihr euch sicher seid, dass ihr ca. ein Jahr bleiben wollt, dann müsst ihr nicht direkt am Anfang einen Rückflug dazu buchen! Dies kann man jeder Zeit im Ausland buchen, wenn man sich wirklich sicher ist, wann man zurückfliegen möchte. Man braucht lediglich einen Nachweis darüber, dass man genug Geld verfügt, um einen Rückflug zu kaufen.
Daher kam es bei mir zu dem Problem, dass ich den Rückflug noch lange nicht antreten wollte, so dass ich ihn für ca. 200 € nach hinten verlegte. Dies passierte mir noch einmal, aber beim dritten Mal konnte ich den Flug nicht mehr verschieben, so dass ich ihn canceln musste. Dadurch ging mir eine Menge Geld verloren!
Am Ende entschied ich mich dazu für ein paar Wochen nach Asien zu fliegen, so dass das Rückflugticket nach Deutschland sowieso vollkommen unnötig gewesen wäre. Daher würde ich sagen, dass man auf ein Open-Return Ticket getrost verzichten kann. Es reicht vollkommen aus, den Rückflug 2-3 Monate vor dem geplanten Ende zu buchen, denn Pläne können sich leicht ändern und eventuell möchte man vor seiner Rückreise noch ein anderes Land erkunden.

Tully – Australien

3. Mich mehr für die australische Kultur interessieren
Die gesamte Dauer meines Aufenthalts in Australien verbrachte ich in Hostel, denn für Backpacker ist es die günstigste Art zu übernachten. Aber da meist nur Backpacker diese Übernachtungsmöglichkeit nutzen, hatte ich nicht wirklich die Möglichkeit mit Australiern in Kontakt zu kommen. Und Museen oder Kunstausstellungen besuchte ich fast gar nicht. Ich setzte mich also kaum mit dem Land, mit der Kultur und den Menschen auseinander.
Ich dachte nur, dass die australische Kultur eine Mischung aus der amerikanischen und englischen war… Ein Hang zum Fast Food, sie pflegen englische Traditionen und andere Vorurteile, die ziemlich überzogen waren.
Aber hinter diesem Land steckt so viel mehr als das! Die Geschichte Australiens ist äußerst spannend, der Akzent hört sich toll an und die Kunst ist sicherlich auch sehenswert.
Hätte ich die Chance das Jahr zu wiederholen, würde ich definitiv darauf achten, mehr über die Australier und ihr Land zu erfahren.

4. Die Sprache besser lernen
Mein Englisch hat sich in dieser Zeit enorm verbessert, so dass ich fließend englisch sprechen und alles verstehen konnte, aber dennoch blieb mein Wortschatz sehr klein und ich musste immerzu Dinge umschreiben, weil ich die genauen Worte nicht kannte und die meisten Redewendungen verstand ich auch nicht genau.
Mir passiert es nun oft, dass ich Floskeln und Wörter nachschaue, weil ich die genaue Bedeutung dahinter verstehen möchte und dann fällt mir auf: Ach, ich habe bisher immer gedacht, das würde etwas völlig anderes bedeuten!
Viele Backpacker hatten die gleiche Mentalität und blieben eher unter Landsleuten, so dass sie kaum die Chance hatten ihr Englisch zu verbessern.
Das finde ich besonders schade, weil ich Fremdsprachen liebe und mich gerne wortgewandter ausdrücken möchte.
Bei meiner nächsten Work & Travel Erfahrung werde ich definitiv die Zeit nutzen und mich mit der englischen Sprache besser auseinandersetzen. Vielleicht gelingt es mir am Ende sogar den Akzent zu meistern.

Rottnest Island, Western Australia

5. Kulinarisch experimentieren
Die typische Backpacker Ernährung besteht aus dem Billigsten vom Billigsten. Das habe ich bei den meisten Backpackern erlebt, denn alle wollten für die Reise sparen und nicht unnötig Geld ausgeben.
Und so haben die Meisten sich üblicherweise von weißem Toastbrot mit Marmelade, Instant-Nudeln und alles, was man schnell in die Mikrowelle schieben kann, ernährt. Dass das nicht wirklich gesund sein kann, sollte wohl klar sein. Und ob es wirklich günstiger ist, ist die zweite Frage, denn durch Mangelernährung kann man sich Krankheiten einhandeln und ein Arztbesuch in Australien ist verdammt teuer!
Ich musste für eine Beratung beim Arzt über 400$ bezahlen und der Arzt meinte lediglich zu mir, ich müsse Antibiotika nehmen. Zum Glück hat meine Auslandskrankenversicherung alle Kosten übernommen.
Zwar habe ich mich bei Weitem noch nicht so ungesund ernährt, wie manch anderer (Ich bin einer Person begegnet, die nur Weißbrot mit Marmelade aß!), aber dennoch war meine Ernährung sehr einseitig.
Im Nachhinein stelle ich fest, dass ich gerne mehr Restaurants und Cafés besucht und insgesamt mehr australisches Essen probiert hätte, denn Essen gehört einfach mit zur Reise, wie ich finde! Und jedes Land hat kulinarisch einiges zu Bieten.

6. Die Natur erkunden
Fast mein gesamter Aufenthalt spielte sich in Städten ab und ich verbrachte viel zu wenig Zeit in der Natur. Zum Glück unternahm ich zum Ende meiner Reise noch einen zweiwöchigen Roadtrip und dies war die schönste Zeit meines gesamten Aufenthaltes!
Wir campierten jede Nacht mit unserem Zelt in der freien Natur, kochten draußen (uns flogen Grashüpfer ins Essen, weil sie vom Feuer des Gasherdes angezogen wurden!), wir lagen nachts im australischen Outback auf dem Boden, schauten zu den Sternen empor und fragten uns, was wohl der Sinn des Lebens ist.
Während dieses Trips fühlte ich mich vollkommen lebendig. Es war wie ein Abenteuer, denn wir erlebten unglaubliche tolle Momente. Diesen Roadtrip werde ich niemals in meinem Leben vergessen!
Und dies bringt mich zu der Einsicht, dass ich viel zu wenig Zeit in der Natur verbracht habe. Denn ein Aufenthalt in der Natur ist heilsam, entspannend und bringt uns ein Stück näher zu den einfachen Dingen des Lebens. Es zeigt uns, dass wir nicht viel brauchen, um glücklich zu sein.
Zum Glück werde ich dies in Neuseeland nachholen können und ich freue mich wahnsinnig darauf mit Freunden einen Campervan zu mieten und die herrlichen Nationalparks zu erkunden.

Great Ocean Road
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